Ökumenisches Heiligenlexikon

Gualterus von Mortagne

auch: von Mauritanien
auch: Galterus, Walter
französischer Name: Gautier

Gedenktag katholisch: 5. Oktober

Name bedeutet: Gebieter des Heeres (althochdt.)

Priester, erster Abt in Laon
* um 1100 in Mortagne, heute Mortagne-du-Nord bei Valenciennes in Frankreich
16. Juli 1174 in Laon in Frankreich


Gualterus studierte in Tournai. Von 1136 bis 1144 unterrichtete er Rhetorik an einer Schule im Stadtteil Sainte-Geneviève in Paris und Theologie u. a. in Reims und Laon. Als Priester wurde er Kanoniker in Antoing bei Tournai und 1150 Kanoniker an der Kathedrale Saint-Martin in Laon. Dort wurde er der erste Abt / Dekan und schließlich 1153 Bischof. Er wurde in Rom geweiht und nahm dort 1163 an einer SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. unter dem Vorsitz von Papst Alexander III. teil. 1167 war er bei der Synode in Vézelay beteiligt an der Verurteilung der in Burgund und der Champagne sich ausbreitenden Sekte der Publicains, der Zöllner, die auf Ideen der Katharer beruhte. 1173 gründete er die Kapelle des Bischofspalastes von Laon. Kurz vor seinem Tod schloss er sich dem Prämonstratenserorden an.

Gualterus' Hauptwerke sind eine Abhandlung über die Heilige Dreifaltigkeit und sechs Opuscula, kleinen Schriften. Erhalten ist auch sein Brief an Petrus Abaelard, in dem er die platonische Ansicht vertritt, dass der Körper ein Hindernis für die höheren Bestrebungen der Seele ist.

Gualterus wurde in der Kirche Saint-Martin de Laon bestattet.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 22.12.2020

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Gautier_de_Mortagne

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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