Ökumenisches Heiligenlexikon

Guarinus von Sitten

französicher Name: Guérin
auch: Warin

1 Gedenktag katholisch: 27. August
gebotener Gedenktag im Bistum Sitten: 30. August
nicht gebotener Gedenktag im Trappisten- und Zisterzienserorden: 30. August

Name bedeutet: nach dem altrömischen Gott Quirinus (latein. - französisch)

Mönch, Bischof von Sitten
* um 1065 in Pont-à-Mousson in Frankreich
† 27. August 1150 in Aulps, heute Saint-Jean-d'Aulps in Frankreich


Guarin wurde Mönch im damaligen Klosters Molesme der Benediktinermönch in Molesme bei Dijon. Um 1090 war er Mitbegründer des Priorats in Saint-Jean-d'Aulps und wurde dort um 1115 Abt. Er und sein Konvent schlossen sich 1136 dem Zisterzienserorden an. 1138 wurde er Bischof von Sion / Sitten in der Schweiz.

Guarins Reliquien in der Pfarrkirche St-Jean Baptiste de Plan in Saint-Jean-d'Aulps
Guarins Reliquien in der Pfarrkirche St-Jean Baptiste de Plan in Saint-Jean-d'Aulps

Guarins Gebeine wurden 1804 - nach der Aufhebung des Klosters 1793 - in die Pfarrkirche in Saint-Jean-d'Aulps gebracht und 1886 in eine neue Wallfahrtskirche übertragen.

Das Kloster Molesme - wurde in der Französischen Revolution aufgehoben, die Gebäude dann weitestgehnd zertört, erhalten und restauriert sind nur der Südflügel und Teile des Westflügels des Kloster - heute in Privatbesitz - und die damals als Kapelle der Laienbrüder genuzte heutige Pfarrkirche Sainte-Croix.

Patron des Viehs; gegen Viehseuchen

Acta Sanctorum

Der Südflügel des ehemaligen Klosters Molesme kann von Mai bis September an bestimmten Tagen im Rahmen einer Führung besucht werden, die Gebühr beträgt 10 €, Details gibt es auf der Webseite Abbaye de Molesme.
Die Ruinen des Klosters und das angeschlossene neue Museum mit Klostergarten, Ausstellung sakraler Gegenstände und einer solchen über Tee können täglich von 14 bis 18.30 Uhr besichtigt werden. (2011)



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 24.10.2026

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XVII, Herzberg 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 4. Herder, Freiburg im Breisgau 1995

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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