Ökumenisches Heiligenlexikon

Hiltrud von Lissies

auch: Helmtrud, Eldetrudis

1 Gedenktag katholisch: 27. September

Name bedeutet: die im Kampf Starke (althochdt.)

Reklusin
* im Poitou, der Gegend um Poitiers in Frankreich
27. September 769 in Lissies, heute Liessies bei Lille in Frankreich


Büste in der Kirche Sainte Hiltrude in Liessies
Büste in der Kirche Sainte Hiltrude in Liessies
Foto: Pierre André Leclercq

Hiltrud war eine Tochter des Grafen Wibert vom Poitou und dessen Frau Ade. Sie verweigerte einem Fürsten die Ehe und lebte dann als Reklusin an dem 751 von ihrem Vater gestifteten damaligen Kloster der Benediktiner in Lissies. Weil sich ihr mehrere Adelstöchter angeschlossen hatten, wurde das Kloster ab 752 durch einen kleinen Frauentrakt erweitert.

Hiltrud wurde in der Kirche des Klosters bestattet, die später ihr geweiht wurde.

Das Kloster der Benediktiner in Liessies wurde 1791 in der Französischen Revolution aufgelöst, weitgehend zerstört und verkauft. Die Hiltrud geweihte Kirche wurde Pfarrkirche.

Patronin gegen Fieber
Bauernregel: Wenn Hiltrud im Kalender steht, / wird noch einmal Gras gemäht.



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 27.07.2026

Quellen:
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Hiltrude_de_Liessies - abgerufen am 27.07.2026
• http://www.bauernregeln.net/september.html nicht mehr erreichbar
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Abbaye_de_Liessies - abgerufen am 27.07.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.