Ökumenisches Heiligenlexikon

Jakobus Joscich

Gedenktag katholisch: 1. November

Name bedeutet: der Nachgeborene oder: Gott schützt (hebr.)

Priester, Märtyrer
* in Albanien
1. November 1722 in Sofia in Bulgarien


Jakobus Joscich wurde vom Jesuitenorden im Kolleg des Palazzo di Propaganda Fide in Rom ausgebildet und wirkte dann als Priester in Philippopolis - dem heutigen Plovdiv, das unter osmanischer Herrschaft stand. In den Auseinandersetzungen des Freiheitskampfes, den die Griechisch-Orthodoxen damals mit Unterstützung Russlands gegen die muslimischen Besatzer führten, wurde auch er zusammen mit seinem Begleiter, dem Kaufmannsdiener Dionysius, von den Osmanen ergriffen; nach längeren Qualen ließ er sich beschneiden. Nach einiger Zeit aber gelang ihm die Flucht nach Siebenbürgen, wo er zunächst in der Nähe von Temesvar / Timișoara wieder als katholischer Seelsorger arbeitete; 1719 kam er zu Erzbischof Marcus Andriassi von Triadica 1 nach Sofia, wo er weiter als Priester tätig war. Auf dem Weg zu Pfarreiangehörigen wurde er von einem muslimischen Meuchler mit einer Lanze durchbohrt und starb so als Märtyrer. 2

1 Triadica war der Name der Stadt Sofia unter byzantinischer Herrschaft ab 1018 und bis ins 14. Jahrhundert.

2 Dass es die Einzeltat eines Fanatikers war, darf man bezweifeln, es handelete sich wohl eher um eine von den offiziellen Behörden vollzogene Hinrichtung. Unter muslimischer Herrschaft war es nämlich den Christen (und Juden) gestattet, ihren Glauben auszuüben - wenn auch unter Beschwernissen. Verboten aber war bei Todesstrafe der Übertritt vom Islam zum Christentum und Jakobus war ja in Plovdiv Muslim geworden.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 12.04.2020

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 3. Band: [I]K-L. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1869

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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