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Ökumenisches Heiligenlexikon

Justa


Justa und ihre Schwester Rufina waren der Legende nach Töchter eines Töpfers, der heimlich Christ war. Mit dem Erlös aus dem Gewerbe ihres Vaters sorgten die beiden Schwestern für Arme. Als die Vorbereitung einer heidnischen Prozession anstand, bei der die Prozessionsfigur der syrischen Göttin Salambo - einer Variante der römischen Liebesgöttin Venus - im Mittelpunkt stand, kamen Abgesandte, um einen Beitrag zum Fest zu erbitten; die Schwestern verweigerten dies nicht nur, sondern zerbrachen die Statue der Göttin. Sie wurden durch den Statthalter Diogenian festgenommen, gefangen gehalten, Hunger und Durst ausgesetzt und mit eisernen Haken gefoltert. Der Ort des Gefängnisses war der Überlieferung zufolge in einem erhaltenen Keller des ehemaligen Seminars der Salesianer de la Trinidad. Zudem mussten sie den Statthalter auf einigen seiner Reisen barfuß begleiten. Justa starb im Gefängnis, ihr Leichnam wurde in einen Brunnen geworfen.

Der Bischof von Sevilla, Sabinus, zog Justas Überreste aus dem Brunnen und ließ sie zusammen mit denen von Rufina bestatten.

Miguel de Esquivel: Justa und Rufina, um 1620, in der Kathedrale in Sevilla
Miguel de Esquivel: Justa und Rufina, um 1620, in der Kathedrale in Sevilla

Nachdem immer mehr Christen die Erlösung durch das Martyriium zu erlangen versuchten, indem sie heidnische Götzenbilder zerstörten, erließ das KonzilSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. von Elvira um 301 die Bestimmung, dass die Zerstörung heidnischer Idole nicht vom Evangelium geboten sei und deshalb die Folgen nicht mehr als Martyrium zu werten seien. Dennoch verbreitete sich die Verehrung von Justa und Rufina besonders in Andalusien und bei den Westgoten, seit dem 6. Jahrhundert ist sie bezeugt 1. Isidor von Sevilla verfasste einen Hymnus zu ihren Ehren. Noch im 9. Jahrhundert wurde ein großes Fest am Gedenktag gefeiert, während der Maurenherrschaft verlagerte sich die Verehrung auch nach Toledo, wo ihr und Rufina eine Pfarrkirche geweiht ist - in ihr wird auch heute noch der mozarabische Ritus      Der mozarabische Ritus, auch „westgotisch” oder „altspanisch” genannt, ist eine Liturgie in der römisch-katholischen Kirche, die sich im 4./5. Jahrhundert auf der Iberischen Halbinsel entwickelt hat und heute noch an einigen Orten in Spanien praktiziert wird. Der Name entstand nach dem Einfall der Mauren im Jahr 711, als die unter maurischer Herrschaft lebenden Christen – die „Mozaraber” – weiter ihren Glauben ausüben durften und damit auch diese Liturgie feierten. gepflegt. König Ferdinand III. errichtete über der angeblichen Stätte ihres Martyriums in Sevilla eine Kirche - heute die Kirche San Nicolás - und ein - heute abgegangenes - Kloster.

Justa und Rufina gelten als Beschützer der Kathedrale von Sevilla und besonders ihres Turmes, der Giralda, weil diese die Erdbeben von 1508 und 1755 überstanden. Ihr Patronat von Orihuela bei Alicante enstand, nachdem die beiden als zwei Sterne über der Stadt erschienen, als die Christen 1296 - nach anderen Quellen 1242 oder 1243 - die Stadt von den Muslimen zurückeroberten.

Glasfenster in der Kathedrale in Sevilla
Glasfenster in der Kathedrale in Sevilla

Attribute: Töpfergefäße
Patronin von Sevilla und Orihuela bei Alicante, Huete bei Cuenca, Maluenda bei Saragossa und Payo de Ojeda bei Burgos; der Töpfer

1 Dass in der mozarabischenDer mozarabische Ritus, auch „westgotisch” oder „altspanisch” genannt, ist eine Liturgie in der römisch-katholischen Kirche, die sich im 4./5. Jahrhundert auf der Iberischen Halbinsel entwickelt hat und heute noch an einigen Orten in Spanien praktiziert wird. Der Name entstand nach dem Einfall der Mauren im Jahr 711, als die unter maurischer Herrschaft lebenden Christen – die „Mozaraber” – weiter ihren Glauben ausüben durften und damit auch diese Liturgie feierten. Zeit die Verehrung besonders in Torredonjimeno blühte, ist so nicht richtig; tatsächlich wurde nahe dieses Ortes 1926 ein aus westgotischer Zeit stammender Schatz gefunden - eine der größten Sammlungen von Schmuck aus dieser Zeit in Spanien -, dessen Stücke wohl in einer Werkstatt in Sevilla gefertigt worden und jedenfalls Justa und Rufina gewidmet waren.

Catholic Encyclopedia

Die Kathedrale in Sevilla ist täglich von 11 Uhr bis 17 Uhr, montags nur bis 15.30 Uhr, sonntags erst ab 14.30 Uhr, zur Besichtigung geöffnet, der Eintritt beträgt 9,50 €. (2015)
Die Kirche Santas Justa y Rufina in Orihuela kann von Montag bis Freitag von 10 Uhr bis 13 Uhr und von 16 Uhr bis 18 Uhr besichtigt werden, der Eintritt ist frei. (2016)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 10.12.2016

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XIV, Herzberg 1998
• http://es.wikipedia.org/wiki/Arquitectura_religiosa_de_Sevilla
• http://es.wikipedia.org/wiki/Torredonjimeno
• https://es.wikipedia.org/wiki/Justa_y_Rufina

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.