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Ökumenisches Heiligenlexikon

Manuel von Sfakia

Gedenktag orthodox: 15. März

Name bedeutet: Gott ist mit uns (hebr.)

Märtyrer
* um 1750 in Sfakia, heute Chora Sfakion auf Kreta in Griechenland
15. März 1792 in Kardamyla auf Chios in Griechenland


Nach der Eroberung von Kreta durch die Osmanen 1669 gab es immer wieder Aufstände der Einheimischen, um die Muslime von ihrer Insel zu vertreiben. Nach jedem Aufstand flohen viele orthodoxe Christen von der Insel, andere wurden versklavt und gezwungen, zum Islam zu konvertieren; zu den letzteren gehörte Manuel, der gegen seinen Willen beschnitten wurde. Als sich die Gelegenheit bot, flüchtete Manuel auf die Insel Mykonos, wo er von einem orthodoxen Priester wieder in die orthodoxe Kirche aufgenommen wurde. Dort heiratete Manuel, seine Frau schenkte ihm sechs Kinder, erwies sich dann jedoch als untreu; Manuel nahm die Kinder und verließ sein Haus. Sein Schwager beschuldigte Manuel jedoch, dass er seine Frau verlassen hatte, und drohte mit Rache. Eines Tages wollte Manuel eine Schiffsladung von Holz von der Insel Samos zur Insel Mykonos bringen; dabei stieß er auf ein Schiff von Muslimen, auf dem auch sein Schwager reiste. Der erzählte diesen, dass Manuel Muslim gewesen sei und jetzt orthodoxer Christ ist; die Ausübung des christlichen Glaubens war grundsätzlich erlaubt, die Konversion vom Islam zum Christentum aber mit der Todesstrafe bedroht.

Der Kapitän konfrontierte Manuel deshalb mit dessen Rückkehr zum Christentum, aber Manuel bekannte sich standhaft zu seinem Glauben, auch als der Kapitän ihn während der ganzen Überfahrt nach Chios folterte. Dort angekommen, übergab der ihn dem Admiral der muslimischen Flotte, Küçük Hüseyin Pasha. Manuel bat um Beistand eines orthodoxen Priesters, aber keiner kam, denn sie hatten Angst, nur einer schickte einen Laien. Beim Verhör vor dem Admiral ließ sich dieser Manuels Beschneidung zeigen und antwortete mit der Anordnung seiner sofortigen Hinrichtung. Diese sollte am alten Brunnen in Kardamyla stattfinden; der Henker konnte aber Manuel nicht mit einem Schlag enthaupten, deshalb packte er Manuel und schnitt ihm die Kehle durch und trennte dann den Kopf von seinem Körper. Dann wurde Manuels Körper beschwert und ins Meer geworfen.

griechische Ikone
Gedenkstätte für Manuels Martyrium in Kardamyla

Am Ort von Manuels Martyrium in Kardamyla auf Chios steht heute eine Gedenkstätte.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 18.02.2019

Quellen:
• https://www.johnsanidopoulos.com/2015/03/holy-new-martyr-manuel-slave-from.html

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.