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Ökumenisches Heiligenlexikon

Margarita von Bayern

auch: von Landshut

Gedenktag katholisch: 6. Januar

Name bedeutet: die Perle (griech.)

Äbtissin in Neuburg an der Donau
* 1480 in Burghausen bei Altötting in Bayern
† 6. Januar 1531 in Neuburg an der Donau in Bayern


Margarita war die zweite Tochter von Herzog Georg dem Reichen von Niederbayern und seiner Frau Hedwig. Ihre ältere Schwester Elisabeth wurde mit Herzog Ruprecht von der Pfalz verheiratet, Margarita aber verweigerte sich einer Hochzeit mit dem vorgesehenen späteren Landgrafen Wilhelm III. von Hessen und trat 1494 ins Dominikanerinnenkloster Altenhohenau in Griesstätt bei Rosenheim ein, wo sie der Überlieferung zufolge durch ihre Demut auffiel und auch niedrigste Arbeiten verrichtete. Tatsächlich konnte sie in einem eigenen Haus leben und war mit 16.000 Gulden ausgestattet worden, um ihre potenziellen Erbansprüchen abzugelten. Ob sie dort tatsächlich Oberin war, ist ungesichert. Als 1504/1505 ihr Schwager Ruprecht mit Herzog Albrecht dem Weisen Krieg um die Erbfolge in Niederbayern führte - den Landshuter Erbfolgekrieg, bei dem weite Teile Bayerns verwüstet wurden -, floh Margarita zunächst nach Wasserburg am Inn, dann 1506 ins Benediktinerinnenkloster nach Neuburg, wo sie bald Oberin wurde.

Margarita hätte eigentlich wieder ins Kloster Altenhohenau nach Griesstätt zurückkehren sollen, was sie ablehnte, weil dieses nun zum Herrschaftsgebiet der Widersacher ihrer Familie gehörte. Deshalb wurde sie mit Kirchenbann belegt, der aber 1508 gelöst wurde. Im Jahr darauf wurde sie im Kloster Neuburg zur Äbtissin gewählt, 1521 legte sie das Amt nieder und lebte als einfache Nonne im Konvent.

Margarita wurde in der Klosterkirche in Neuburg bestattet.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 13.03.2016

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• https://de.wikipedia.org/wiki/Margarete_von_Bayern_(1480%E2%80%931531)

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.