Ökumenisches Heiligenlexikon

Marius von Orléans

auch: Maurus, Mari, Marinus
französische Namen: Maire, May

Gedenktag katholisch: 27. Januar

Name bedeutet: aus dem (altrömischen) Geschlecht der Marier (latein.) oder: Mann vom Meer (latein.)

erster Abt in Bevons
* in / bei Orléans in Frankreich
um 555 in Bevons bei Sisteron in Frankreich


Marius wurde Mönch, wohl im Kloster in Micy bei Orléans. Wohl um 509 wurde er Abt im neuen Kloster in Bevons bei Sisteron. Die Legende erzählt, dass er mehrere Kranke geheilt habe: Sisagria, die Tochter eines gewissen Agricola, wurde durch die Taufe gesund, der Sohn einer Witwe Licinia, der im Sterben lag, durch die Krankensalbung. Auch andere Wunder wurden erzählt: Als Marius in Tours am Grab von Martin betete, wurde ihm sein Pferd gestohlen, aber der Dieb konnte das Stadttor nicht finden und gab das Pferd wieder zurück. Ein Hund, dem sein Herr von Marius geweihtes Brot gab - also schändete -, fiel tot um. Das Wetter war immer so, wie Marius es brauchte. Marius wurde durch seinen Schüler Lucretius, der angeblich Bischof von Séez war, bestattet.

Reste des Turms der Konkathedrale „Saint-Mari” in Forcalquier
Reste des Turms der Konkathedrale Saint-Mari in Forcalquier Foto: Forcalquier

Auch nach Marius' Tod ereigneten sich Wunder an seinem Grab. Seine Gebeine wurden um 950 nach Forcalquier übertragen und dort in einer im Schutz der Burg neu gebauten Kirche - der heute in Trümmern liegenden und ihm geweihten Konkathedrale Saint-Mari - verwahrt, um sie vor den Sarazenen zu schützen.

Das Kloster in Bevons bei Sisteron wurde schon bald nach Marius' Tod wieder aufgegeben.

In der Abtei Floreffe bei Namur werden Reliquien eines Maurus verehrt und wird die Übertragung der Gebeine am 3. November gefeiert; bei ihnen handelt es sich nach den Acta Sanctorum um jene von Marius oder um die von == Maro von Beit-Marun, dem Abt in Cyrus in Syrien.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 31.03.2020

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• http://eglise.catholique04.fr/?page_id=783
• http://archeoprovence.com/archeo/index.php?option=com_content&view=article&id=195%253Aforcalquier&catid=56&Itemid=79

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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