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Ökumenisches Heiligenlexikon

Markos Eugenikos

auch: Markus von Ephesus
Taufname: Manuel / Manuil

Gedenktag orthodox: 19. Januar

Name bedeutet: dem (römischen) Kriegsgott Mars geweiht (latein.)

Metropolit von Ephesus
* 1391/92 in Konstantinopel, heute Ístanbul in der Türkei
23. Juni 1444


Fresko am Kloster Eikosifinissa bei Nikisiani
Fresko am Kloster Eikosifinissa bei Nikisiani

Markos, Sohn des Diakon Georg Eugenikos, der Kassenverwalter an der Hagia Sophia und Professor an der Höheren Schule in Konstantinopel war, und der Maria, der Tochter eines bekannten Arztes, wurde von seinem Vater ausgebildet. Nach dessen Tod studierte Markos ab seinem 13. Lebensjahr Rhetorik, Dogmatik und Philosophie. Er schloss seine Studien 1416 als Magister der Rhetorik ab und eröffnete dann selbst eine Schule. 1418 wurde er Mönch in einem Kloster auf der Insel Antigone - der heutigen Insel Burgazada - im Marmarameer. Als dort 1420 die Türken einfielen ging er ins Georgskloster im Stadtteil Mangana in Konstantinopel, wo er in den 17 Jahren seines Mönchslebens den größten Teil seiner Werke schrieb.

1437 wurde Markos - gefördert durch Kaiser Johannes VIII. Palaiologos - zum Metropoliten von Ephesos ernannt. Am Konzil von Ferrara nahm er 1438 als Abgesandter des Ökumenischen Patriarchen teil; Ziel des Konzils war die Vereinigung der römisch-katholischenen mit den Orthodoxen Kirchen. Markos war der schärfste Gegner der Union und verweigerte seine Unterschrift; er kritisierte besonders die katholische Lehre vom Fegefeuer und vom Ablass sowie das „Filioque”. Seine Standhaftigkeit gegen die Kirchenunion - an der der Kaiser von Byzanz aus politischen Gründen ein Interesse hatte, denn er erwartete davon militärische Hilfe gegen die vorrückenden Türken - brachte Markos beim Volk, das die Lateiner seit deren Massakern im Jahr 1204 beim 4. Kreuzzug verachtete, den Ruf der Heiligkeit ein. Das Angebot des Kaisers, Patriarch von Konstantinopel zu werden, lehnte er ab. Er hinterließ einige bedeutende Schriften, v. a. zur Kritik der römischen Theologie.

Der ab 1454 amtierende Patriarch Gennadius II. (Georgios Scholarios) von Konstantinopel, der als Sekratär des byzantinischen Kaisers am Konzil von Ferrara-Florenz teilgenommen hatte, vertrat zunächst eine unionsfreundliche Haltung, bis er - enttäuscht von den Katholiken - als Nachfolger von Markos die Leitung der die Union ablehnenden Heiligen Synaxis der Orthodoxen in Konstantinopel übernahm. Markos' Bruder Johannes verfasste dessen Biographie. Auch die Türken förderten nach ihrer Eroberung von Konstantinopel 1453 Markos' Erhebung zum Heiligen und die Aufkündigung der Union mit der römisch-katholischen Kirche, weil sie die Verbindungen der unterworfenen Griechen zum Westen unterbinden wollten.

Kanonisation: Markos wurde 1456 durch Patriarch Gennadius II. heiliggesprochen, zum Tag des Gedenkens wurde der 19. Januar bestimmt. Diese Entscheidung wurde 1734 durch eine SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. unter Patriarch Serapheim I. bestätigt.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 29.07.2019

Quellen:
• https://el.wikipedia.org/wiki/Μάρκος_ο_Ευγενικός
• https://deacademic.com/dic.nsf/dewiki/2290098

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.