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Ökumenisches Heiligenlexikon

Matrona von Moskau

russisch: Матроны
auch: Matrona die Blinde

Gedenktag orthodox: 2. Mai
Auffindung der Gebeine: 23. Februar

Name bedeutet: die Mutter (latein.)

Dulderin
* 1881 in Sebino bei Tula in Russland
2. Mai 1952. in Moskau in Russland


russische Ikone
russische Ikone

Matrona, viertes Kind der armen Dmitrij und Natalija Nikonov, wurde mit einer Augenkrankheit geboren, die Augenhöhlen waren von den Augenliedern verschlossen. Die Mutter verwarf ihre Absicht, das blinde Kind ins Waisenhaus zu geben, nach einer Traumvision. Matrona ertrug das Unverständnis der anderen Kinder und besuchte oft die Kirche, um unaufhörlich zu beten. Als junges Mädchen unternahm sie in Begleitung ihrer Wohltäterin, der Tochter des Gutsbesitzers Lidia Jan'kova, eine Pilgerfahrt zu den heiligen Stätten Russlands: ins Hohlenkloster nach Kiew sowie ins Sergiev-Dreifaltigkeitskloster und das Frauenkloster an der Karpovka von Johannes von Kronstadt nach St. Petersburg. Im Alter von 17 Jahren wurde sie gelähmt, konnte nie wieder gehen und verbrachte die restlichen 54 Jahre ihres Lebens auf einem Bett sitzend, umgeben von Ikonen. Ihre Behinderung ertrug sie klaglos und erkannte diese als Wille Gottes.

Matrona sagte die Russsiche Revolution von 1917 voraus und die Zerstörung von Kirchen. Nachdem zwei ihrer Brüder 1925 in die Kommunistische Partei eingetreten waren, befürchteten diese Repressalien, weil so viele Menschen Matrona besuchten und verehrten. Matrona zog deshalb 1925 nach Moskau, wo sie als Illegale ohne behördliche Anmeldung bei Verwandten oder Bekannten zusammen mit ihren Pflegerinnen unterkam. Von 1942 bis 1949 wohnte sie im Zentrum in der Starokonjušennij-Gasse bei der Familie Ždanov, deren Vater im Gefängnis war. Während viele ihrer Helferinnen und Nächsten verhaftet, ins Gefängnis geworfen oder verbannt wurden, wurde Matrona nie verhaftet, denn sie wechselte ihre Aufenthaltsorte immer am Vorabend vor dem Auftauchen der Miliz. Tagsüber empfing sie bis 40 Hilfesuchende, nachts betete sie. Sie tröstete Kranke und besaß die Gabe, deren Heilung zu bewirken. Sie predigte und belehrte nicht, sondern gab konkrete Ratschläge, wie man an eine Situation herangehen könnte, sie betete und segnete.

Matronas Gebeine wurden 1998 vom Danilov-Friedhof in Moskau ins dortige Pokrov-Kloster übertragen. 2002 wurde in der Kirche in Sebino eine neue Kapelle für Matrona gebaut und geweiht.

Kanonisation: Matrona wurde 2004 seliggesprochen .





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 05.06.2019

Quellen:
• https://orthpedia.de/index.php/Matrona_von_Moskau
• http://sebino.ru/history.html

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.