Ökumenisches Heiligenlexikon

Maximus und Gefährten

auch: Maximianus

Gedenktag katholisch: 8. Januar

Name bedeutet: der Größte (latein.)

Priester, Märtyrer
477 in Ioviacum, heute Schlögen bei Linz in Österreich


Reste des Kastells Ioviacum am Hotel in Schlögen
Reste des Kastells Ioviacum am Hotel in Schlögen

Maximus wirkte zur Zeit von Severin von Norikum als Priester in Ioviacum, der römischen Siedlung am Donauknie. Als die mit den Hunnen verbündeten Rugier ins Land eindrangen, wurde er von diesen erhängt. Der Überlieferung zufolge hatte ihn Severin zu seinen Lebzeiten vor der drohenden Gefahr gewarnt, aber Maximus wollte seine Gemeinde nicht im Stich lassen.

Die Nachrichten über Maximus stammen aus der Vita sancti severini, die Eugippius, der Abt Kloster des ins Castel Lucullano / Castel dell'Ovo in Neapel, in das Severins Konvent übergesiedelt war, verfasste.

Spätere Überlieferung erzählt, Maximus habe mit 55 Gefährten als Asket in einer Höhle der in den Festungsberg gehauenen frühchristlichen Katakomben von Salzburg gelebt; dort hätten die Rugier sie gefunden und von den Felsen geworfen. Diese von Kilian Püttricher, 1525 bis 1535 Abt des Klosters St. Peter in Salzburg, erzählte Katakombenlegende beruht auf der Verwechslung von Ioviacum mit Iuvavum, dem römischen Namen von Salzburg.

Maximuskapelle an der Felswand über den Katakomben in Salzburg
Maximuskapelle an der Felswand über den Katakomben in Salzburg

Späte Überlieferung nennt dann Maximus sogar den ersten Bischof von Salzburg.

In den Katakomben auf dem Petersfriedhof in Salzburg ist eine der Kapellen Maximus geweiht, in ihr erzählt eine von Abt Kilian Püttricher angebrachte Steintafel die Legende. An der Stelle des Römerkastells Ioviacum steht heute ein Hotel, wenige Reste des Kastells wurden freigelegt.

Die Maximuskapelle ist Teil der Katakomben in Salzburg, diese sind täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr, von Oktober bis April nur bis 17 Uhr zur Besichtigung geöffnet, der Eintritt beträgt 2 €. (2019)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 08.11.2019

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• https://de.wikipedia.org/wiki/Katakomben_Salzburg

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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