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Ökumenisches Heiligenlexikon

Bartholomäus von Simeri

Gedenktag katholisch: 19. August

Name bedeutet: Sohn des Furchenziehers (hebr.)

Einsiedler Priester, Klostergründer und Abt in Rossano
* ? in Simeri in Kalabrien in Italien
17. April 1130


Bartholomäus stammte aus einer vornehmen Familie. Schon in jungen Jahren wandte er sich einem asketischen Leben zu. Ende des 11. Jahrhunderts gründete er an seiner Einsiedelei aufgrund einer Marienerscheinung das der Panagia Hodegetria, der Allerheiligsten Wegweiserin, gewidmete Kloster Santa Maria del Patire bei Rossano. Das mit Hilfe der neuen normannischen Herrscher gegründete Kloster versöhnte wenige Jahre nach dem Morgenländischen Schisma das griechische Mönchtum mit der katholischen Kirche. Papst Paschalis II. bestätigte dem Kloster Privilegien, der byzantinische Kaiser Alexius I. Komnenos unterstützte es mit reichen Geschenken.

Das blühende Kloster Santa Maria del Patire brachte Bartholomäus die Anklage ein, Gelder veruntreut zu haben. Bartholomäus' Lebensgeschichte berichtet, dass Normannenherrscher Roger II. ihn deshalb zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilte; dem entging er auf wunderbare Weise, die seine Unschuld bestätigte; stattdessen wurden die beiden Mönche des Klosters - an der Stelle der heutigen Kathedrale - in Mileto, die ihn verleugnet hatten, hingerichtet.

Bartholomäus war dann ab 1121 auf Wunsch von Roger II. auch beteiligt an der Gründung des Salvator-Klosters in Messina.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 02.08.2018

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 2. Herder, Freiburg im Breisgau 1994

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.