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Ökumenisches Heiligenlexikon

Georg Michael Wittmann

Gedenktag katholisch: 8. März

Name bedeutet: der Landmann (griech.)
M: Wer ist wie Gott? (hebr.)

Generalvikar in Regensburg
* 22. Januar 1760 in Finkenhammer bei Pleystein in der Oberpfalz in Bayern
† 8. März 1833 in Regensburg in Bayern


Georg Michael Wittmann
Georg Michael Wittmann

Georg Michael Wittmann wurde 1782 zum Priester geweiht und 1788 Professor am Priesterseminar in Regensburg. Er war in seiner 45-jährigen Amtszeit Lehrer von 1500 Priestern und dabei Erneuerer eines streng kirchlichen Denkens und Handelns, der sich strikt gegen die Aufklärung wandte. 1829 wurde er Weihbischof in Regensburg, 1830 Generalvikar. Nach der Ernennung zum Bischof durch König Ludwig I. von bayern, aber noch vor seiner Ernennung, starb er.

Georg Michael Wittmann war maßgeblich bei der Übersetzung und Herausgabe einer Volksbibel beteiligt und unterstützte Maria Theresia von Jesus Gerhardinger bei der Errichtung von Ausbildungsstätten für Mädchen. Er überzeugte durch seine persönliche Lauterkeit und seinen sozialen Einsatz. Erhalten sind unter anderem ein umfangreicher Briefwechsel sowie Werke über die Heilige Schrift, das Breviergebet, den Zölibat und die Jugenderziehung.

Kanonisation: Der Seligsprechungsprozess für Georg Michael Wittmann wurde 1956 eingeleitet.

Worte von Georg Michael Wittmann

Für die jüngere katholische Geistlichkeit in Bayern verfasste Wittmann Katholische Prinzipien von der Heiligen Schrift (1834). Darin stellt er unter anderem folgende Grundsätze auf:

Nichts hat für den Christen einen Wert außer in Jesus Christus. … Wir verstehen die Heilige Schrift nur in großer Frömmigkeit und aus besonderer Gnadengabe Gottes.
Die Heilige Schrift müssen wir oft und mit Demut des Geistes lesen.
Trefflich ist der Befehl, den der heilige Hieronymus der Jungfrau Eustochium gibt: Lies sie öfters, lies sie so oft als möglich; die Schrift in den Händen überfalle dich der Schlaf, und dein sinkendes Haupt sollen die heiligen Blätter auffassen.
Es gibt in der Heiligen Schrift Dinge, deren Verständnis nur wenigen von Gott vorbehalten ist.
Die Welt, die den Heiligen Geist nicht empfangen kann (Johannesevangelium 14, 17), wird die Heilige Schrift nie verstehen. Die aber mit dem Heiligen Geist ausgerüstet sind, werden umso mehr von der Heiligen Schrift verstehen, je reiner und gottgefälligere Wohnungen des Heiligen Geistes sie sein werden.
Die Heilige Schrift ist eine heilige Sache und soll heilig behandelt werden: zu unserer heilsamen Belehrung durch eine besondere Vorsehung uns verliehen, soll sie nur zu diesem Zweck verwendet und immer mit Ehrfurcht und unter Danksagung gebraucht werden.
Wie in den Pflanzen und andern Körpern, obschon vom Anbeginn der Welt an zum Heil der Welt bestimmt und gleich anfangs ersprießlichen Nutzens, doch alle Jahrhunderte neue heilsame Kräfte entdeckt werden, so verbarg der barmherzige Gott auch in der Heiligen Schrift sehr vieles, um zur gelegenen Zeit von jenen, denen es gegeben ist, erkannt zu werden. …
Oh, dass wir uns viel mehr befleißigen möchten, das auszuüben, was wir lesen, als es klarer und besser zu sagen. …
Weder uns noch die Juden wollte Gott durch bloße Buchstaben lehren; uns gab er die Apostel und ihre Nachfolger zu Lehrern, denen er bis zum Ende der Welt seinen Beistand versprochen (Matthäusevangelium 28, 20; Deuteronomium / 5. Buch Mose 17, 10). …
Die Worte der Heiligen Schrift sind so fern von der eitlen Schminke der Beredsamkeit und haben in ihrer Einfalt meistens eine solche Majestät, dass, wer sich oft ihrer bedient, aufhört, vom Hochmut eitler Beredsamkeit auszukramen, sondern gleichsam Worte Gottes redet und aus jener Kraft, die Gott mitteilt, spenden wird, damit in allem Gott geehrt und verherrlicht werde durch Jesus Christus.

Zitate von Georg Michael Wittmann:

In unserem Geist liegt ein Streben nach einem unaussprechlichen Gut, welches Gott ist, vereinigt mit dem Vermögen, dunkel Gott zu erkennen und vermöge dieser Erkenntnis Gottes das Gemüt über alles Sinnliche zu erheben. Dieses Streben nach Gott muss in seiner Art göttlich sein; denn wir könnten Gott, der nicht in unsere Sinne fällt, nicht kennenlernen, wenn Er sich nicht uns in uns zeigte. Diese innerste Gegenwart Gottes nannte der heilige Johannes ein Licht von Gott gesandt.
Das Christentum soll sich zwar über die ganze Erde ausbreiten, allein nimmer durch Schwertes Macht, sondern durch Dulden und Leiden, durch Sanftmut und milde Gesinnung. Darum hat auch Christus einmal gesagt: Seht! Ich sende euch wie Schafe unter die Wölfe (Matthäusevangelium 10, 16).
Lehrern, die zu stolz sind, um zu beten, werden die Engel der Kinder widerstehen. Pfarrer aber, die die Schule vernachlässigen, haben sich selbst das Himmelreich verschlossen.
Mag ein anderer davon [von der Kinderbeichte] halten, was er will, ich in meiner Einfalt bin der Ansicht, dass die Beichte, wenn sie nur recht verrichtet wird, die sicherste Führerin zu Christus ist.

zusammengestellt von Abt em. Dr. Emmeram Kränkl OSB,
Benediktinerabtei Schäftlarn,
für die Katholische SonntagsZeitung

Catholic Encyclopedia

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 28.08.2019

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• https://www.katholische-sonntagszeitung.de/content/download/42717/119816/version/2/file/SZD_epaper_9_68404.pdf

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.