Ökumenisches Heiligenlexikon

namenloser Märtyrer

Gedenktag orthodox: 11. Dezember

Märtyrer
* um 620 ? in Ägypten
um 640 ? im Castro Teneste bei Alexandria in Ägypten


Erzählt wird von einem Jüngling, der vom Christentum abfiel und Muslim wurde, aber durch das Gebet seiner Eltern wieder zum Christenglauben zurück fand. Während unter muslimischer Herrschaft zwar die Ausübung des Christentums - unter beschwerlichen Auflagen - erlaubt war, stand auf die Konversion vom Islam zum Christentum aber die Todesstrafe. Deshalb wurde er vom Emir gefangen genommen, gefoltert, vor Gericht gestellt, verurteilt, enthauptet und sein Leichnam ins Meer geworfen. Später sei sein Kopf ans Land gespült worden und von Christen in einem Silberreliquiar bestattet, aus dem MyronDas Myron (von griech μύρον duftendes Öl) ist ein mit duftenden Gewürzen angereichertes Olivenöl, das in den orthodoxen, in orientalischen und in katholischen Ostkirchen als Salböl benutzt wird, vor allem bei Firmung und Altarweihe, teilweise auch bei der Kaiserkrönung. floss und an dem verschiedene wundersame Heilungen geschahen.

Die nur in einer Handschrift des 12. Jahrhunderts überlieferte Geschichte wurde später ausgestaltet. Der Jüngling erhielt den Namen Mirax / Meirax.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 06.12.2019

Quellen:
• https://www.johnsanidopoulos.com/2015/12/the-most-beneficial-tale-of-holy-martyr.html
• Stefan Albrecht: Das Synaxar von Konstantinopel als Pilgerführer? … In: D. Ariantzi, I. Eichner (Hrsg.): Für Seelenheil und Lebensglück. Das byzantinische Pilgerwesen und seine Wurzeln. = Byzanz zwischen Orient und Okzident 10. Mainz 2018, S. 187 - 198

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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