Ökumenisches Heiligenlexikon

Oda von Amay

auch: Chrodoara
von Lüttich, von Metz

Gedenktag katholisch: 23. Oktober
Übertragung der Gebeine: 9. Juli

Name bedeutet: die Besitzerin (althochdt.)

Äbtissin in Amay
* in Frankreich
vor 634 in Amay, heute Wandignies-Hamage bei Douai in Frankreich


Oda war der Überlieferung zufolge die Tochter des Bischofs Gallus Magnus von Troyes und nach manchen eine Tante von Hubertus von Lüttich. 589 - nach dem Tod ihres Mannes Boso Bodogisel, dem Herzog von Neustrien, der Botschafter in Byzanz, dem heutigen Ístanbul, war - übernahm sie demnach die Erziehung ihres Sohnes Arnulf, des späteren Bischofs von Metz, und wurde Äbtissin in Amay. Mit Oda verehrt wird auch der Priester Pompejus, der Oda als Sacellan - also KaplanEin Kaplan (von lateinisch capellanus, „der einer Hofkapelle zugeordnete Kleriker”) ist im deutschen Sprachraum ein römisch-katholischer Priester in den ersten Jahren nach seiner Weihe, der in der Regel noch einem erfahrenen Pfarrer unterstellt ist. In manchen Bistümern wird er Vikar genannt - dies ist die Bezeichnung des kanonischen Kirchenrechts von 1983 - in anderen Kooperator.) der Klosterkirche - diente.

Oda wurde in der angeblich von ihr gestifteten Kirche in Amay bestattet, wo ihre Gebeine erstmals 634 belegt sind.

Patronin gegen (körperliche) Blindheit und (geistige) Verblendung, für Heilung und in Not

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 21.01.2022

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 7., Herder, Freiburg im Breisgau 1998
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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