Ökumenisches Heiligenlexikon

Paternus von Avranches

französisch auch: Pair

1 Gedenktag katholisch: 15. April
Todestag: 16. April, Kommemoration: 23. September
Übertragung der Gebeine nach Paris: 17. Oktober

Name bedeutet: der Väterliche (latein.)

Mönch, Einsiedler, Priester, Klostergründer und Abt in Saint-Pair-sur-Mer, Glaubensbote, Bischof von Avranches
* um 480 in Poitiers in Frankreich
16. April um 562 bei Avranches in Frankreich


Paternus kommt ins Kloster Ansion
Paternus kommt ins Kloster Ansion
Paternus und Scubilion verlassen das Kloster Ansion
Paternus und Scubilion verlassen das Kloster Ansion
Paternus und Scubilion zerstören das Opferfleisch der Heiden
Paternus und Scubilion zerstören das Opferfleisch der Heiden
Paternus und Scubilion werden zu Priestern geweiht
Paternus und Scubilion werden zu Priestern geweiht
Glasfenster in der Kirche Saint-Paterne in Saint-Pair-sur-Mer

Paternus, Sohn vornehmer Eltern, wurde in jungen Jahren zur Erziehung ins Kloster Ansion - im heutigen Saint-Jouin-de-Marnes - im Poitou übergeben und wurde dort Mönch. Nach einiger Zeit zog er sich als Einsiedler zurück. Nachdem sich ihm Gefährten anschlossen - darunter Scubilion -, gründete er zusammen mit diesem das Kloster Sesciacum / Sciscy - an der Stelle der heute ihm geweihten Pfarrkirche Saint-Paterne im nach ihm benannten Saint-Pair-sur-Mer bei Avranches und leitete es als Abt. Paternus wirkte in dieser Gegend als Glaubensbote, mehrere Klostergründungen folgten. Der Bischof von Coutances weihte ihn dann zum Priester. Um 550 wurde er Bischof von Avranches - Kathedrale war damals die Kirche Saint-Gervais-et-Saint-Protais.

Paternus wurde in seinem Kloster Sesciacum im heutigen Saint-Pair-sur-Mer bestattet; 1875 wurde bei Ausgrabungen dort sein Sarkophag gefunden. Venantius Fortunatus verfasste Paternus' Lebensgeschichte.

Das Kloster Sesciacum wurde Anfang des 10. Jahrhunderts von den Normannen zerstört, die Kirche wurde als Pfarrkirche wieder aufgebaut.



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 28.06.2026

Quellen:

• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 7., Herder, Freiburg im Breisgau 1998
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Saint-Pair-sur-Mer#Moyen_%C3%82ge - abgerufen am 28.06.2026
• Infotafeln an und in der Kirche Saint-Paterne in Saint-Pair-sur-Mer
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Saint-Pair-sur-Mer#%C3%89glise_Saint-Pair_(XIIe_%E2%80%93_XIXe_si%C3%A8cles) - abgerufen am 28.06.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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