Ökumenisches Heiligenlexikon

Timotheus und Maura

Gedenktag katholisch: 3. Mai

Gedenktag orthodox: 3. Mai, 9. November

Gedenktag armenisch: 3. Mai

Name bedeutet: T: der Gott Ehrende (griech.)
M: die Maurin = Afrikanerin (Mohrin) (latein.)

Lektor, Märtyrer
* in Perapa bei Theben, heute Ruinen bei Al-Uqsur in Ägypten
286 in Antinoë / Antinopolis, heute Ruinen bei El-Roda in Ägypten


griechische Ikone
griechische Ikone

Der Lektor 1 Timotheus, der Sohn eines Priesters namens Pikolpossos, war der Bewahrer von Büchern für den Gottesdienst. Als er in der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian diese dem Statthalter Arian ausliefern sollte, weigerte er sich und wurde deshalb gefoltert: sie schoben ihm glühende Eisenstangen in die Ohren, so dass er sein Augenlicht verlor und blind wurde. Dann hängten sie ihn mit dem Kopf nach unten auf, steckten ihm ein Stück Holz in den Mund und banden ihm einen schweren Stein an den Hals. Nachdem Statthalter Arian erfahren hatte, dass Timotheus eine junge Frau namens Maura hatte, die er erst zwanzig Tage zuvor geheiratet hatte, befahl er, Maura herbeizubringen, weil er hoffte, dass sie den Widerstand ihres Mannes brechen wird. Timotheus aber forderte seine Frau auf, ebenfalls standhaft zu bleiben; auch sie war bereit zu sterben. Arian ließ ihr die Haare vom Kopf reißen und die Finger abschneiden, sie dann in einen kochenden Kessel werfen, aber sie blieb unversehrt. Arian vermutete, dass seine Diener - wovon einer Christophorus hieß - den Kessel aus Sympathie für die Märtyrer mit kaltem Wasser gefüllt hatten, und befahl Timotheus, ihm Wasser aus dem Kessel auf die Hand zu spritzen. Als der dies tat, schrie Arian vor Schmerz und zog seine verbrühte Hand zurück. Dann befahl er, sie freizulassen. Bald begann er aber erneut, die Maura zu drängen, den heidnischen Göttern Opfer darzubringen; als sie sich weigerte, befahl er neue Foltern. Da begannen die Leute aus dem Volk zu protestieren und forderten ein Ende des Missbrauchs dieser Frau. Arian aber ließ beide erneut foltern und schließlich ans Kreuz schlagen, an dem sie nach zehn Tagen unsäglicher Schmerzen starben.

Später wurde in Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - Timotheus und Maura zu Ehren eine Kirche erbaut.

1 Wenn Timotheus gelegentlich als Bischof bezeichnet wird, liegt dem eine Verwechslung mit Timotheus von Antinoë zugrunde.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 11.05.2020

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 5. Band: Q-Z. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1882
• https://www.oca.org/saints/lives/2020/05/03/101278-martyr-timothy-the-reader-and-his-wife-maura-in-egypt

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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