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Ökumenisches Heiligenlexikon

Rum-Orthodoxe Kirche


Die Rum-Orthodoxe Kirche gehört zur Gemeinschaft der byzantinischen Orthodoxen Kirchen und ist die autokephale Kirche des Patriarchats von Antiochia. Sie trennte sich im 5. Jahrhundert von der Syrisch-Orthodoxen Kirche in den Auseinandersetzungen um die Anerkennung der Beschlüsse des Konzils von Chalkedon und den Kontroversen um den Monophysitismus.

Der Name Rum weist im Arabischen hin auf Rom, wobei damit das neue Rom Konstantinopel - das heutige Ístanbul - gemeint ist. Wegen des traditionellen Sitzes des Patriarchats in Antiochia - dem heutigen Antakya, wo es eine der allersten Christengemeinden gab, auf deren Tradition sich die Kirche stützt, wird diese Kirche auch als Antiochenische Kirche, Antiochenisch-Orthodoxe Kirche oder Griechisch-Orthodoxe Kirche von Antiochia bezeichnet.

Während die Syrisch-Orthodoxe Kirche diese Beschlüsse ablehnte, wurden sie von der Rum-Orthodoxen Kirche anerkannt. Die Rum-Orthodoxe Kirche steht in voller Gemeinschaft mit den anderen Orthodoxen Kirchen. Ihre Liturgie wurde in Griechisch oder Syrisch-Aramäisch gefeiert, seit dem 20. Jahrhundert in modernem Arabisch. Nach der Besetzung der östlichen Provizen des römischen Reiches durch die muslimischen Araber im 7. Jahrhundert verlor die Rum-Orthodoxe Kirche ihren Status als Reichskirche und lebte unter dem Schutz der Muslime. Als in der Zeit der Kreuzzüge ein lateinisch-katholisches Patriarchat von Antiochia - gegründet wurde, musste der rum-orthodoxe Patriarch von Antiochia ins Exil nach Byzanz - dem heutigen Ístanbul ausweichen. Nach der Zerstörung von Antiochia durch die Mameluken 1268 residierte er an verschiedenen Orten, im 16. Jahrhundert fand er den bis heute bestehenden Sitz in Damaskus. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde die rum-orthodoxen Kirche geschwächt durch die Tätigkeit protestantischer Missionare, durch Auswanderungswellen und durch die Aufteilung der Levante in die Staaten Libanon, Syrien und die Türkei. Seit 1941 gibt es einen neuen Aufbruch durch eine Jugendbewegung. Im traditionsreichen Kloster in Balamand im Libanon wird seit 1966 die einzige orthodoxe kirchliche Universität im Vorderen Orient betrieben.

Die Rum-Orthodoxe Kirche umfasst heute viele Gemeinden im Ausland, vor allem in Australien und in den USA. Sie gilt als progressive Kraft unter den Orthodoxen Kirchen und hält die Liturgie meist in der Sprache des Gastlandes. Viele Vertreter dieser Kirche setzten sich aktiv für einen säkularen Panarabismus ein und hatten großen Einfluss auf die sozialistische Baath-Partei in arabischen Staaten, besonders in Syrien. In Deutschland leben etwa 10.000 Rum-Orthodoxe Christen, es gibt Bischöfe in Berlin und in Köln.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 00.00.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:
• http://www.rum-orthodox.de/index.php?option=com_content&task=view&id=32&Itemid=36