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Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

16. November

1. † am Mittwoch, dem 16. November 1093, entschlief in Edinburgh die heilige Königin Margarete von Schottland, 47 J., geboren in Reska, Ungarn, verwandt mit König Stephan I. (15. August 1038/7), die 11-jährig nach England an den Hof Eduard III. (5. Januar 1066/5), heiratete 1069 König Malcolm III. von Schottland und schenkte diesem 8 Kinder, von denen David König und Heiliger wurde (24. Mai 1153). Sie förderte sehr den katholischen Glauben in Schottland, baute Kirchen und Klöster; in Zusammenarbeit mit dem Bischof Lanfranc von Canterbury (28. Mai 1089/6) führte sie die römische Liturgie in Schottland ein. 1072 gründete sie die Abtei Dumfernline, in der sie dann begraben wurde. Sie wird seit etwa 1250 als Heilige verehrt.

2. † am Samstag, dem 17. November 1302, entschlief in ihrem Kloster Helfta die heilige Mystikerin Gertrud die Große, von Helfta.
Siehe 17. November/14

3. † an einem 16. November um 250, wurden in Capua zu Märtyrern, der heilige Augustinus und die heilige Felicitas.

4. † an einem 16. November im 4. Jahrhundert, entschlief in Dôle in Berry der heilige Leocadius, ein Senator der Gallier, der noch Heide gewesen, der die ersten christlichen Glaubensboten in Berry aufgenommen und sein Haus als Kirche zur Verfügung gestellt hat; außerdem sein Sohn Lusor, der als Neugetaufter im weißen Taufkleid entschlafen ist.

5. † am Sonntag, dem 16. November 449, entschlief in Lyon, der heilige Bischof Eucherius, Saint Eucher, der aus senatorischer Familie stammte, der mit seiner Familie sich auf die ganz nahe Insel Lérins zurückgezogen hat, um ein aszetisches Leben zu führen; der dann aber zum Bischof von Lyon gewählt und geweiht wurde; er hat viele Berichte über das Martyrium heiliger Christen verfasst.

6. † am Freitag, dem 16. November 759, entschlief auf der Rheininsel Wird bei Stein, vor Basel, der heilige Abt Othmar, Otmar, 70 J.; geboren um 689, wurde in Chur zum Priester geweiht. 719 übernahm er die Leitung einer Ansiedlung von Einsiedlern um das Grab des heiligen Gallus (16. Oktober, um 645/7) und führte die Regel des heiligen Benedikt (21. März 547/5) dort ein. So wurde er Gründerabt und zugleich Bischof der Benediktinerabtei Sankt Gallen. Insgeheim ging er zu Aussätzigen und half diesen; verleumdet, er stehle vom Gemeinschaftsbesitz zum persönlich Vorteil, ließ er sich nicht auf lange Gegenbeweise ein, sondern übernahm lieber in Demut die auferlegten Schläge. Seine Demut wurde nicht respektiert, sondern ausgenutzt. Er wurde auf die Rheininsel Wird bei Stein verbannt. Dort starb er an Erschöpfung und Leid, am 16. November 759. Sein Leichnam wurde erst zehn Jahre später nach Sankt Gallen überführt, dann 867 in der Sankt Othmarkirche beigesetzt. Mit dem heiligen Gallus ist er Patron von Bistum, Stadt und Kanton Sankt Gallen.

7. † am Sonntag, dem 16. November 1141, entschlief im Kloster La Cava, in der Campagna, der selige Abt Simeon.

8. † am Freitag, dem 16. November 1240, entschlief in Soissy, in der Provence, der heilige Bischof Edmund Rich, Erzbischof von Canterbury, der aus Oxford stammte und seine Studien der artes in Paris machte, dort sechs Jahre lang ein heiligmäßiges Leben führte, indem er täglich Vesper und Metten in einem Kloster mit sang und sich täglich in der Bibellesung anregen ließ; er wurde auch Lehrer in Paris, wo Stephan Lexington, der in Paris das Collège des Bernardins gründete und später Abt von Citeaux wurde, sein Schüler war. Zurück in Oxford lehrte er dort, bis Papst Gregor IX. ihn 1234 zum Erzbischof von Canterbury ernannte; er war wegen seiner Verteidigung der Rechte der Kirche so allein gelassen wie einer seiner Vorgänger, nämlich Thomas Becket (29. Dezember 1170/1) und so entschied er sich 1240 zur Flucht nach Frankreich. Er fand Asyl in der Zisterzienerabtei Pontigny, dann in Soissy bei Provins. Dort wurde er am 20. November begraben, am Festtag des englischen Märtyrers Saint Edmond (20. November 869/10). Sein Grab wurde von Pilgern, vor allem aus England, viel besucht, bis zur Französischen Revolution.

9. † am Samstag, dem 16. November 1253, entschlief in San Damiano in Assisi, die heilige Jungfrau Agnes, eine jüngere Schwester der heiligen Clara (11. August 1253/1), die unter Führung des heiligen Franziskus (4. Oktober 1226/1) das Armutsideal mit ganzem Herzen umarmt hat. Sie wurde zur Leitung eines ihrer Klöster nach Florenz gesandt, gründete Klöster in Venedig un Mantua, kam aber zum Sterben zurück nach Assisi.

10. † am Mittwoch, dem 16. November 1594, wurde in York grausam zugrundegerichtet, der selige Priester und Märtyrer Edward Osbaldeston, der aus dem gleichnamigen Ort in Lancaster stammte, der, nach seiner Vorbereitung in Reims, 1585 die Priesterweihe empfing und 1589 nach England zurückkehrte. Er wurde von einem ehemaligen Priester heimtückisch verraten, in York-Castle eingesperrt, zum Tode verurteilt und hingerichtet.
Siehe auch 12. Februar, 7/50

Sankt Gallen und deutsch-schweizerischen Bistümer: Otmar: 6


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Wikipedia: Artikel über Martyrologium Romanum - Flori-Legium: 16. November

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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 28.09.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.