Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
Lesen Sie vorher bitte unsere Erläuterungen auf der Seite Warum Werbung und wie sie funktioniert.


 


Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

15. August

1. † Hochfest der Aufnahme der Allerseligsten Jungfrau Maria, der Gottesgebärerin unseres Herrn Jesus, des Christus, die, nach Ablauf ihres irdischen Lebensweges, mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen worden ist. Diesen Glauben der Kirche, durch die Tradition übernommen, hat Papst Pius XII. am 1. November 1950 feierlich als Dogma verkündet.
In Jerusalem erinnern zwei Heiligtümer an das Ereignis, auf dem Sionsberg in der Krypta der deutschen Benediktinerabtei, die überlieferte Stelle der ΚΟΙΜΗΣΙΣ DORMITIO, des Entschlafens der Allerseligsten Jungfrau und Gottesgebärerin Maria, im Kidrontal am Fuß des Ölbergs das Marien-GRAB mit der freistehenden kleinen Kapelle, wo der Leichnam Mariä niedergelegt worden war und von wo er verklärt in den Himmel aufgenommen worden ist. Dieses Fest wurde zuerst in der griechischen Kirche am 15. August gefeiert und dann von der römischen Kirche übernommen. Die Ostkirche nennt das Fest Koimesis, Dormitio, die Westkirche Assumptio, nach den beiden Aspekten der eínen Heilslehre.

2. † an einem 15. August um 257, wurde in Rom, auf dem Callistus-Coemeterium an der Via Appia, beigesetzt der heilige Märtyrer Tarsicius, Tarcisius, vielleicht ein Knabe, möglicherweise ein junger Diakon, der, zur Zeit der Christenverfolgung, die allerheiligste EucharistieDie Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23. bei sich trug, um sie zu gefangenen Christen zu tragen und, von einer heillosen Horde von Heiden als Christ entdeckt, als diese das Allerheiligste ihm entreißen und es profanieren wollte, lieber mit Steinen zu Tode hingeschlachtet werden wollte, als den Hunden das Allerheiligste zu überlassen. Sein Grab liegt bei dem des heiligen Papstes Zephyrinus (20. Dezember 217/1), des ersten dort in der nach seinem Nachfolger Kallistus (14. Oktober 222/1) benannten Katakombe beigesetzt. Vielleicht wurde Tarsicius in der selben Zeit Märtyrer. Papst Damasus (11. Dezember 384/1) brachte dort ein Epigramm an:

PAR MERITVM QUICVMQUE LEGIS COGNOSCE DVORVM
QVIS DAMASVS RECTOR TITVLOS POST PRAEMIA REDDIT
IVDAICVS POPVLVS STEPHANVM MELIORA PONENTEM
PERCVLERAT SAXIS TVLERAT QVI EX HOSTE TROPAEVM
MARTYRIUM PRIMVS RAPVIT LEVITA FIDELIS
TARSICIVM SANCTVM CHRISTI SACRAMENTA GERENTEM
CVM MALE SANA MANVS PETERET VVLGARE PROFANIS
< ILLA VOLENS NOSTRISQVE INHIANS INLVDERE SACRIS >
IPSE ANIMAM POTIVS VOLVIT DIMITTERE CAESVS
PRODERE QVAM CANIBVS RABIDIS COELESTIA MEMBRA
Erkenne, wer immer du liest, das gleiche Verdienst der beiden,
denen Papst Damasus, nachdem sie ihren Lohn empfangen, die Inschrift setzt:
Juden hatten den Stephanus, der zur Besserung mahnte, gesteinigt;
er, der den Feind überwand,
errang als erster das Martyrium, der glaubenstreue Levit
als den heiligen Tarsicius, da er Christi Sakramente trug,
eine bösartige Hand drängte, es den Heiden zu verraten
< willens in Spott unseren Gottesdienst zu schänden >
da wollte er lieber sein Leben hingeben,
als den wütenden Hunden den himmlischen Leib verraten.

3. † an einem 15. August starben in Nikomedien, Izmit, die heiligen Märtyrer Straton, Philippus und Eutychianus, Στρατων Φιλιππος Ευτυχιανος.

4. † am Donnerstag, dem 15. August 401, entschlief in Mailand der heilige Bischof Simplicianus, den sich der heilige Ambrosius (4. April 397/3) als seinen Nachfolger bezeichnet hat und den der heilige Augustinus (28. August 430/1) durch Lobreden gefeiert hat.

5. † am 15. August um 430 entschlief in seiner Geburtsstadt Tagaste in Numidien, im östlichen Algerien, der heilige Bischof Alypios, Αλυπιος, der mit dem heiligen Augustinus (28. August 430/1) sein Leben lang eng verbunden war. Als er noch Manichäer war, waren sie sieben Jahre zusammen in Karthago, 384 ging er mit Augustinus nach Rom und nach Mailand, dort wurde er 387 getauft. In den folgenden Jahren lebte er als Mönch in Tagaste und Hippo. 393 reiste er, im Auftrag des heiligen Augustinus, nach Bethlehem zum heiligen Hieronymus (30. September 420/1), um mit diesem einige theologische Fragen zu besprechen. Im folgenden Jahr, zurückgekehrt, wurde er zum Bischof von seiner Heimatstadt Tagaste gewählt und geweiht. Mit seinem Freund zusammen kämpfte er gegen die Irrlehren. Schließlich wurde er auch sein Gefährte in der himmlischen Herrlichkeit.

6. † am Montag, dem 15. August 874, entschlief in Hildesheim, der heilige Bischof Altfried, Altfrid, Alfred, etwa 74 J., Mitglied des Benediktinerordens, der, nach Studien in Fulda, Saint-Riquier und Saint-Quentin, 829 Leiter der Klosterschule Corvey wurde. 851 wurde er zum 4. Bischof von Hildesheim, Nachfolger des Bischofs Ebo, gewählt und geweiht. Im folgenden Jahr legte er den Grundstein zum Mariendom und gründete die Kanonissenstifte in Essen und in Gandersheim. Er war befreundet mit Kaiser Ludwig dem Deutschen und Bischof Hinkmar von Reims. Regino von Prüm nennt ihn prudentissimum virum tanta ingenii arte tantaque constantia - einen außergewöhnlich klugen Mann von gleich großer Erfindungskunst wie Ausdauer. Beigesetzt wurde er im Essener Münster Sankt Kosmas und Damian.

7. † am Dienstag, dem 15. August 1038, dem Hochfest Maria Aufnahme in den Himmel, entschlief bei Stuhl-Weißenburg, Székesfehérvár, in Siebenbürgen, Ungarn, der heilige König Stephan I., István, 69 J., von Ungarn, dessen Gedenktag morgen gefeiert wird.

8. † am Mittwoch, dem 15. August 1257, entschlief in Krakau der heilige Priester Hyacint, Mitglied des Predigerordens, den der heilige Dominikus (6. August 1221/7) ernannt hat, den Orden in Polen zu verbreiten, und der, zusammen mit dem seligen Ceslaus (15. Juli 1242/15) und Henricus Germanicus in Böhmen und Schlesien das Evangelium verkündet hat.

9. † am Samstag, dem 15. August 1495, entschlief in Savigliano, im Voralpenland, der selige Priester Haymon, Aimon, Taparelli, etwa 100 J., Mitglied des Predigerordens, mehrmals Prior, als Generalinquisitor für die obere Lombardei und Ligurien ein furchtloser Kämpfer für den Glauben und ein unermüdlicher Verteidiger der Wahrheit.

10. † am Sonntag, dem 15. August 1501, entschlief auf dem Sacro Monte bei Varese, die selige Jungfrau Juliana Puricelli de Busto Arsizio, 74 J., die, als ihr Vater sie zur Ehe zwingen wollte, 27-jährig ihr Elternhaus verließ und sich der seligen Einsiedlerin Catharina Morigia von Pallanza (6. April 1478/10) auf dem Monte Sacro bei Varese anschloss; 1474 gründete diese dort auch ein Ambrosianerinnenkloster nach der Regel des heiligen Augustinus, Juliana folgte ihr in diese Gemeinschaft. Sie zeichnete sich aus durch bewundernswerte Geduld und immerwährende Betrachtung der ewigen Dinge.

11. † am Sonntag, dem 15. August 1568, entschlief in Rom, der heilige Stanislas Kostka, 16 J., aus vornehmer polnischer Familie geboren, der sein Studium in Wien abbrach um nach Rom zu pilgern und dort um Aufnahme in den jungen Jesuitenorden bat. Auf Fürsprache des heiligen Petrus Canisius (21. Dezember 1591/1 - 27. April) nahm der heilige Francisco de Borja (30. September 1572/11) ihn ins Noviziat auf. Bereits zehn Monate später verließen ihn seine jugendlichen Kräfte und er gab froh seinen Geist seinem Schöpfer zurück.

12. † am Sonntag, dem 15. August 1909, entschlief in Wenga bei Busira, damals im belgischen Kongo, der selige Märtyrer Isidor Bakanja, der als Junge die Taufe erbeten und erhalten hatte, der wegen seiner Armut auf Baustellen und Farmen arbeiten musste. Ein Landbesitzer war der Kirche besonders feindlich gesonnen und verbot ihm, mit den anderen Arbeitern über Christus zu sprechen. Seit der Taufe trug er ein von Karmelitern geweihtes Skapulier sichtbar über seine Schultern. Eines Tages im April erzürnte der Anblick seinen Herrn so sehr, dass er es ihm abriss und ihn so fürchterlich verprügelte, dass er an den Folgen wenige Monate später gestorben ist, nachdem er seinem Feind vergeben hatte.

13. † am Sonntag, dem 15. August 1926, wurden in Chalchihuites bei Durango in Mexiko für Christus den König ermordet,
• der heilige Priester und Märtyrer Luis Batis Sáinz, 55 J., Priester der Diözese Durango,
• der selige Märtyrer Manuel Morales, 28 J., Familienvater
• der selige Märtyrer Salvador Lara Puente, 21 J.
• der selige Märtyrer David Roldán Lara, 24 J.
Siehe auch 21. Mai, 1/2 - 5

14. † am Samstag, dem 15. August 1936, wurden in Barbastro, bei Osca in Aragon, wurden für Christus den König ermordet die seligen Märtyrer Ludovicus Masferrer Vila und 19 Gefährten, von der Kongregation der Missionare der Söhne des Unbefleckten Herzens Mariä, Klaretiner.
• 1. der selige Ordensmann, Priester und Märtyrer Luigi Masferrer Vila, 24 J.
• 2. der selige Bruder und Märtyrer José Maria Blasco Juan, 24 J., Student, Akolyth
• 3. der selige Bruder und Märtyrer Alfonso Sorribes Teixidó, 23 J., Akolyth
• 4. der selige Bruder und Märtyrer José Maria Badía Mateu, 23 J., Lektor
• 5. der selige Bruder und Märtyrer José Figuero Beltrán, 25 J., Lektor
• 6. der selige Bruder und Märtyrer Eduardo Ripoll Diego, 24 J., Lektor
• 7. der selige Bruder und Märtyrer Francisco Maria Roura Farró, 23 J., Lektor
• 8. der selige Bruder und Märtyrer Jesus Agustín Viela Ezcurdia, 22 J., Lektor
• 9. der selige Bruder und Märtyrer José Maria Amorós Hernández, 23 J., Student
• 10. der selige Bruder und Märtyrer Juan Baixeras Berenguer, 23 J., Student
• 11. der selige Bruder und Märtyrer Rafael Briega Morales, 23 J., Student
• 12. der selige Bruder und Märtyrer Luis Escalé Binefa, 23 J., Student
• 13. der selige Bruder und Märtyrer Raimondo Illa Salvía, 22 J., Student
• 14. der selige Bruder und Märtyrer Luis Lladó Teixidó, 24 J., Student
• 15. der selige Bruder und Märtyrer Miguel Masip Gonzáles, 23 J., Student
• 16. der selige Bruder und Märtyrer Faustino Pérez García, 25 J., Student
• 17. der selige Bruder und Märtyrer Sebastiano Riera Coromina, 22 J., Student
• 18. der selige Bruder und Märtyrer José Maria Ros Florensa, 21 J., Student
• 19. der selige Bruder und Märtyrer Francisco Castán Messeguer, 25 J.
• 20. der selige Bruder und Märtyrer Manuel Martinez Jarauta, 23 J.
Siehe auch 2. August, 11/30 - 49

15. † am Samstag, dem 15. August 1936, wurde auf dem Friedhof in Almazora, an der Küste bei Castalia, für Christus ermordet der selige Priester und Märtyrer José Maria Peris Polo, aus der Sodalität der Diözesan-Arbeiterpriester, in der Verfolgung im Bürgerkrieg.
Siehe 23. Juli, 10/5

16. † am selben Tag wurde in Madrid ermordet, die selige Jungfrau und Märtyrin Maria Sagrario de San Luis de Gonzaga, Elvira Moragas Cantarero, 55 J., eine unbeschuhte Karmelitin, Priorin im Karmel Santa Ana y San José in Madrid, in den sie 15-jährig eingetreten war. Papst Johannes-Paul II. hat sie am 10. Mai 1998 auf dem Petersplatz in Rom seliggesprochen.

17. † am selben Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel wurde in Madrid zum Blutzeugen, der selige Priester und Märtyrer Domingo Maria de Alboraya, Agustín Hurtado Soler aus dem Orden der Treciarios Capucinos de Nuestra Senora de los Dolores, Amigoianos, Drittordens-Kapuziner Unserer Lieben Frau der Schmerzreichen Mutter, Capulatorum.
Siehe auch 29. Dezember, 11/55.

18. † am Samstag, dem 15. August 1936, wurde in Motril bei Granada, erschossen, der selige Priester und Märtyrer Vicente Soler, Augustiner-Rekollekte, der vor der Friedhofsmauer umgebracht wurde; einige Wochen vor ihm wurden insgesamt sieben Gefährten, sechs Mitbrüder aus dem Orden der Augustiner-Rekollekten und ein Diözesanpriester, nämlich der Ortspfarrer von Motril, zu Märtyrern; sie alle sind am 7. März 1999 seliggesprochen worden
• 1. der selige Priester und Märtyrer Vicente Soler Munárriz, 69 J.
† am Samstag, dem 25. Juli 1936/19, wurden auf offener Straße erschossen
• 2. der selige Priester und Märtyrer Julián Benigno Moreno Moreno,
• 3. der selige Priester und Märtyrer León Inchausti Minteguía,
• 4. der selige Priester und Märtyrer Deogracias Palcios del Rio,
• 5. der selige Priester und Märtyrer José Rada Royo,
• 6. der selige Bruder und Märtyrer José Ricardo Diez,
alle Augustiner-Rekollekten

† am Sonntag, dem 26. Juli 1936/16, wurden auf dem Kirchplatz der Pfarrkirche vom Guten Hirten erschossen
• 7. der selige Priester und Märtyrer Vicente Pinilla Ibáñez, Augustiner-Rekollekte
• 8. der selige Priester und Märtyrer Manuel Martín Sierra, Diözesanpriester, Pfarrer dieser Kirche

19. † am selben Samstag, dem 15. August 1936 wurde im Dorf Palma de Gandia, Valencia, in der Nachfolge Christi ermordet, der selige Priester und Märtyrer Carmelo Sastre Sastre, Pfarrer von Piles.
Siehe auch 29. Dezember, 11/56.

20. † am Samstag, dem 15. August 1936, wurde in Tárrega bei Barcelona, für Christus ermordet, der selige Priester und Märtyrer Jaime Bonet Nadal, Salesianer.
Siehe 29. Dezember, 11/57

21. † am Samstag, dem 15. August 1947, entschlief in Padua, der selige Claudio Riccardo Granzotto, Mitglied des Franziskanerordens, der die Erfüllung seiner Ordensgelübde mit der Kunst des Bildhauers vereinte und in nur wenigen Jahren die Vollkommenheit erreicht hat.


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




USB-Stick Heiligenlexikon als USB-Stick oder als DVD


Seite zum Ausdruck optimiert

Empfehlung an Freunde senden

Artikel kommentieren / Fehler melden

Suchen bei amazon: Bücher über Martyrologium Romanum - Flori-Legium: 15. August

Wikipedia: Artikel über Martyrologium Romanum - Flori-Legium: 15. August

Fragen? - unsere FAQs antworten!

Im Heiligenlexikon suchen

Impressum - Datenschutzerklärung



        Zum Schutz Ihrer Daten: mit 2 Klicks empfehlen!


Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 04.08.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.