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Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

4. April

1. † am Donnerstag, dem 4. April 636, entschlief in Sevilla, der heilige Erzbischof und Kirchenlehrer Isidoro de Sevilla, 76 J., seines Bruders Leandro (13. März 600/5) Schüler und, ab 600, sein Nachfolger als Erzbischof von Sevilla, der viele gelehrte Schriften hinterlassen hat, mehrere SynodenSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. einberufen und geleitet hat, der sich mit Fleiß dem katholischen Glauben und mit Weisheit der Beachtung der kirchlichen Disziplin hingegeben hat. Er war ein Bruder auch des heiligen Bischofs Fulgentio von Écia, Astigi (14. Januar 632/5) und der heiligen Florentina von Cartagena (28. August 636/10). In seinen Sententiarum libri tres stellt er als Hauptaufgabe der Kirche die Nächstenliebe dar, unter diesem Aspekt auch die Lehre der Kirche und ihre Organisation; Vorlage ist ihm Moralia in Job des heiligen Gregor des Großen (12. März 604/6); De ecclesiasticis officiis enthält die Pflichten der KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien., der Jungfrauen, der Witwen und der Eheleute; die Regula monachorum behandelt die Klosterordnung; die Questiones in vetus testamentum bringt in Dialogform Erklärungen biblischer Texte; in De ortu et obitu patrum, werden 86 alttestamentliche Personen vorgestellt, eben Ursprung und Sterben der Väter, nach den Quellen des Origines und Gregors des Großen; in De fide catholica ex veteri et novo testamenti stellt er alttestamentarischen Texten ihre typologische Erfüllung in Christus im Neuen Testament gegenüber; sein umfangreichstes Werk ist die Etymologiae, ein Real-Lexikon des gesamten Wissens seiner Zeit, Naturwissenschaften, Geschichte, Sprachwissenschaften u. a., die von seinem Freund, dem heiligen Bischof Braulio von Zaragoza (18. März 651/5), in 20 Bände eingeteilt und fortgesetzt, herausgegeben wurde; sein Werk De viris illustribus, über meist Schriftsteller Spaniens und Afrikas im 6. - 7. Jahrhundert, wurde fortgesetzt vom heiligen Ildefonso, Hildefonsus, von Toledo (23. Januar 667/5); seine Chronica major enthält eine Zusammenfassung der Geschichte, von der Schöpfung an bis ins Jahr 615. Er errichtete Priesterseminare in Sevilla, Toledo und Zaragoza und stattete diese mit guten Professoren und großen Bibliotheken aus. Er starb in seiner Kathedrale, auf dem Fußboden ausgestreckt. Nach seinem Tod fand er zuerst seine Ruhestätte in dieser seiner Kathedrale in Sevilla; 1063 überführte König Ferdinand von Kastilien seine Reliquien nach Léon und baute für sie die Klosterkirche San Isidoro; 1598 wurde er heiliggesprochen und 1722 von Papst Benedikt XIV. zum Kirchenlehrer erhoben.

2. † am Sonntag, dem 4.April 303, wurden in Thessalonich, Saloniki im griechischen Mazedonien, für Christus geopfert, die heiligen Märtyrer Agathopodes, ein Diakon, und Theodoulos, ein Lektor, die, unter Kaiser Maximian, auf Befehl des Statthalters Faustinus, mit einem Stein um den Hals, ins Meer geworfen worden sind.

3. † am Karsamstag, dem 4. April 397, entschlief in Mailand, der heilige Bischof und Kirchenlehrer Ambrosius, der am selben Tag, dem Tag der Grabesruhe des Erlösers Jesus Christus, begraben wurde; sein Gedenktag wird am Jahrestag seiner Bischofsweihe, dem 7. Dezember 374/1, gefeiert.
Der hl. Ambrosius wurde 339 in Trier als Sohn des Praefectus Praetorio Galliarum geboren. Er studierte römisches Recht in Rom und stieg schnell auf in seiner Laufbahn als Staatsbeamter, wurde Consular von Aemilia und Ligurien, schließlich wurde er Stadtpräfekt von Mailand. Am 7. Dezember 374 wurde er, noch Katechumen, zum Bischof von Mailand per acclamationem, durch Ausrufen, gewählt. Auf seine Predigten hin bekehrte sich der heilige Augustinus (28. August 430/1). Sein von der römischen Liturgie etwas verschiedener Ambrosianischer Ritus der lateinischen Messe wird noch heute in Mailand gepflegt. Als Hymnendichter berühmt wird ihm der Ambrosianische Hymnus, das Te Deum, Großer Gott,wir loben dich, zugeschrieben. Von seinen Hymnen zum täglichen Stundengebet werden noch heute acht im römischen Stundengebet verwendet, außerdem viele seiner Predigten. Gegen Ende seines Erdenlebens besuchte er noch zweimal seine Geburtsstadt, um von St. Martin in Tours.

4. † am Dienstag, dem 4. April 814, entschlief im Studionkloster in Konstantinopel, der heilige Hegumen Plato, 79 J., der, 763 Mönch und 770 Abt des Symbolai-Klosters auf dem Olymp in Bithynien, ab 782 Abt des Sakkudion-Klosters in Konstantinopel, viele Jahre standhaft gegen die Bilderstürmer, mit unbesiegbarem Mut, gekämpft hat, vor allem auf den SynodenSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. von Konstantinopel 786 und im folgenden Jahr in Nikaia; er wurde eingekerkert und wieder freigelassen, dankte 794 als Higumen ab und flüchtete 798 vor den Sarazenen, mit seinem berühmten Neffen Theodoros Studites (11. November 826/7), in das Studionkloster nach Konstantinopel, in welchem dieser Higumen, Abt wurde; 780 war er mit seinem Bruder Joseph, dem späteren Bischof von Thessalonich (15. Juli 832/10) einst als junger Mönch in Studion eingetreten. Das Kloster war benannt nach dem römischen Consul Studion, der dort 463 Mönch geworden war; als sie ankamen, hatte das Kloster nur noch 12 Mönche und war ziemlich verfallen; Theodor Studites als Abt hinterließ bei seinem Tod an die tausend Mönchebeim Usurpator Maximus zu intervenieren zugunsten ungerecht Behandelter. Er starb am 4.April 397, dem Tag der Ostervigil. Weil er in Mailand, Rom und Byzanz hoch gefeiert wurde, sein Sterbetag aber oft kollidierte mit den Kar- und Ostertagen, behielt man überall ,wie zu seinen Lebzeiten auf Erden, als seinen Gedenktag den Tag seiner Bischofswahl, den 7. Dezember, bei. Er gehört zu den vier lateinischen Kirchenvätern, zusammen mit Augustinus (28. August 430/1), Hieronymus (30. September 420/1) und Papst Gregor dem Großen (12. März 604/6). Obwohl er ein halbes Jahr vor dem heiligen Martin (11. November 397 / 1) gestorben ist, hält sich bis heute eine alte Legende, die der des hl. Severinus von Köln (23. Oktober, um 400/5) sehr ähnlich ist. Sie ist noch abgebildet im Apsismosaik in seiner Grabkirche S. Ambrogio in Mailand. Nach ihr soll der heilige Ambrosius eines Tages, während der Feier der hl. Messe, eingeschlafen sein; behutsam geweckt, berichtet er, dass er im Traum an der Beisetzung des heiligen Martin in Tours teilgenommen habe. Sinn der Legende ist wohl im 8. Jahrhundert die Bedeutung der Reichsteile Karls des Großen zusammen zu sehen, Ambrosius von Mailand, der Hauptstadt der Lombardei, mit dem Frankenheiligtum Tours des hl. Martin, die Grablegen unter den Altären mit der hl. Messe, dem eucharistischen Messopfer des Todes und der Auferstehung Christi, zu verbinden. Karl der Große war 784 Gründer des Mailänder Benediktinerklosters, wo er den Abt Petrus einsetzte. Beider Freund Alkuin wurde Abt .

5. † am Sonntag, dem 4. April 1115, entschlief auf Schloss Chauvigny, der selige Bischof Petrus, Saint Pierre de Poitiers, der die Gründung von Kloster und Orden Fontevrault, durch seinen Freund Robert d’ Arbrissel (25. Februar 1117/6) gefördert hat, auch befreundet war mit dem Bischof Ivo von Chartres (23. Dezember 1116/4) und dem Abt Bernard von Tiron bei Chartres (14. April 1117/8). Weil er öffentlich den Graf von Poitiers und den König Philippe I. als Ehebrecher tadelte, weil beide ihre Ehefrauen verstoßen und eine andere genommen hatten. Der Graf ließ seine Soldaten in die Kirche, während des Gottesdienstes, eindringen und den Bischof festnehmen; er gab ihm die Gelegenheit, sofort öffentlich sich zu entschuldigen; da er sich weigerte, wurde er verhaftet und auf Schloss Chauvigny so unwürdig gefangen gehalten, dass er nach zwei Jahren dort zugrundegegangen ist.

6. † am Samstag, dem 4. April 1411, entschlief in Scicli, Ragusa, auf Sizilien, der selige Guglielmo Cuffitelli di Noto, 94 J., der 16-jährig als Page an den Hof des Königs von Sizilien kam, 26-jährig bei einem Jagdunfall, bei dem er das Leben des Königs rettete, schwer verletzt wurde, sich in die Einsamkeit nach La Cella di Castello zurückzog, Mitglied des Dritten Ordens des heiligen Franziskus wurde. Zwölf Jahre hatte er als Nachbarn den Drittordensmann Corrado Confalonieri aus Piacenza (19. Februar 1351 / 8). Auf eine Marienerscheinung hin ging er nach Scicli und fand dort die verfallene Kapelle zur Ehren der Schmerzhaften Muttergottes, restaurierte sie und baute daneben für sich eine kleine Einsiedelei. 57 Jahre hauste er entbehrungsreich neben der Kapelle, war ihr Wächter und Küster, und gründete mit den Pilgern die Confraternità dell'Addolorata, Bruderschaft von der Schmerzreichen Mutter. Schließlich wurde er alt und schwach, und entschlief neben seiner Kapelle.

7. † am Dienstag, dem 4. April 1589, entschlief in Palermo auf Sizilien, der heilige Benedetto Massarari, ein in San Fratello auf Sizilien geborener Nachkomme afrikanischer Sklaven, der wegen seiner dunklen Hautfarbe Il Moro, der Mohr, genannt wurde, der Eremit in Noto war, dann Franziskanerbruder in Palermo wurde und sich in Demut und Gottvertrauen ganz der göttlichen Vorsehung anheim gab. Er fing als Küchenbruder an, wurde zum Oberen gewählt, dann zum Novizenmeister, und war schließlich wieder der Küchenbruder.

8. † am Mittwoch, dem 4. April 1894, entschlief in Catania auf Sizilien, der selige Kardinal Giuseppe Benedetto Dusmet, 72 J., gebürtig aus Palermo, der in die Benediktinerabtei San Martino della Scala eintrat, 24-jährig die Priesterweihe empfing, 1858 Abt von San Nicolo in Catania wurde und drei Jahre später zum Erzbischof von Catania ernannt und geweiht wurde. Zur Zeit einer Pestseuche half er den Kranken nach Kräften. Er spielte eine wichtige Rolle bei der Erneuerung des Benediktinerstudiums San Anselmo in Rom und bei der Organisation der Confoederacio der Benediktinischen Kongregationen. 1888 wurde er Kardinal.

9. † am Freitag, dem 4. April 1919, entschlief in seinem Geburtshaus in Aljustrel, der selige Francisco Marto, 10 J., einer der drei Seher-Kinder der Erscheinungen Unserer Lieben Frau von Fatima, vom 13. Mai bis 13. Oktober 1917 (13. Mai/1), Bruder der seligen Jacinta (20. Februar 1920/7). Er wurde schwer krank. Zwei Tage vor seinem Tode konnte er zu Hause, aus der Hand seines Pfarrers, die Erste Heilige Kommunion empfangen. Er wurde begraben auf dem Pfarrfriedhof in Fatima. Seine sterblichen Überreste wurden am 13. März 1952 übertragen in die für ihn bestimmte Grabstätte an der Basilika in Cova da Iria, Fatima, rechts vom Eingang. Beide Geschwister wurden am 13. Mai 2000 in Fatima von Papst Johannes-Paul II. seliggesprochen.

10. † am Donnerstag, dem 4. April 1963, entschlief in Reggio-Calabria-Bovo, der selige Priester Gaetano Catanoso, 84 J., geboren in Chorio di San Lorenzo in Kalabrien. 23-jährig empfing der in Reggio die Priesterweihe. Nach zwei Jahren wurde er zum Pfarrer in Pendatillo bei Melito Porto Salvio ernannt und wirkte dort 17 Jahre. 1919 gründete er dort die Pia Unione del Volto Santo, Fromme Vereinigung vom Heiligen Antlitz. Zwei Jahre später wurde er nach Reggio versetzt als Pfarrer der Pfarrei della Purificazione, von der Reinigung Mariens (2. Februar, Maria Lichtmess). Dort gründete er 1934 das Istituto delle Suore Veroniche del Volto Santo, Töchter der hl. Veronika, Missionarinnen vom heiligen Antlitz. Ziel seines ganzen Wirkens war es, für die Armen und Verlassenen Helferinnen zu motivieren und zu aktivieren. Er war in ständiger Verbindung mit dem heiligen Don Luigi Orione (12. März 1940/14). Alt geworden, sah man ihn immer mit einem großen Rosenkranz in den Händen, denn er betete jeden Tag einen ganzen Rosenkranz für jedes seiner Häuser und alle die dort halfen und Hilfe erhielten.


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 01.04.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.