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Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

14. Januar

1. † möglicherweise am Montag, dem 14. Januar 166, wurde in Ascoli in Italien, mit dem Schwert hingerichtet der heilige Märtyrer Potitus, der bereits vorher in Sardica in Dacien, heute Sofia in Bulgarien, auch viel, Christus zuliebe, gelitten hatte.

2. † an einem 14. Januar in nicht mehr genau bestimmbarer Zeit, hat in Antiochia in Syrien der heilige Märtyrer Glykerios, Γλυκηριος, nach harten Folterungen, sein Blutzeugnis vollendet, indem er, ins Wasser geworfen, ertrank.

3. † an einem 14. Januar, um 300 entschlief in Nola in der Campagna, der heilige Priester Felix, Glücklicher, von Nola, der, nach dem Bericht des heiligen Paulinus von Nola (22. Juni 431/1), zur Zeit der decischen Christenverfolgung in den Kerker geworfen, vielerlei Folterungen erlitten hat, nach Wiederherstellung der Friedenszeit wieder zu den Seinen zurückgekehrt ist und bis ins Alter ein Bedürftiger, aber ein unbesiegter Bekenner des Glaubens, gewesen ist. Bischof Maximus von Nola (7. Februar, um 254/1) weihte ihn zum Priester; alt und schwach flüchtete er in der Verfolgung in die Wälder, weil er sich der Folter nicht gewachsen fühlte, kam aber dort fast um wegen Hunger und Kälte; Felix wurde im Kerker von einem Engel befreit, der ihn aufforderte, den flüchtigen Maximus im Wald aufzufinden und ihn in die Stadt zurückzubringen; er fand den Halbtoten und schleppte ihn in die Stadt zu einer Witwe; das Volk freute sich über die Rückkehr seines Bischofs, er aber fühlte sich nicht kräftig genug, sein Amt wieder zu übernehmen; von den Behörden gesucht, floh er wieder, wurde von einer Frau drei Monate versteckt, entschlief dann eines natürlichen Todes. Auch der heilige Augustinus (28. August 430 / 1) berichtete über ihn. Gregor von Tours (17. November 594/7) bezeichnete ihn als insignis martyr, ausgezeichneten Blutzeugen und beruft sich auch Paulinus als seine Quelle. Vom heiligen Papst Damasus (11. Dezember 384/1) ist eine Votivinschrift aus dem Jahr 372, nach überstandener Krankheit, überliefert:

Corpore mente animo pariterque et nomine Felix
sanctorum in numero Christi societate triumphis
qui ad te sollicite venientibus omnia praestas
nec quemquam pateris tristem repedare viantem
te duce servatus mortis quod vincula rupi
hostibus extinctis fuerant qui falsa locuti
versibus his Damasus supplex tibi vota rependo.
An Leib, Geist und Seele und ebenso dem Namen nach Felix (Glücklicher),
in der Heiligen Schar den Triumphen Christi zugesellt,
der du den bekümmert dir Nahenden alles gewährst
und keinen traurig heimgehen lässt
da ich, unter deiner Führung bewahrt, des Todes Fesseln zerriss,
löse ich, nach Vernichtung der Feinde, die Falsches behauptet hatten,
in diesem Gedicht dir, flehend, meine Gelübde ein.

4. † am 14. Januar gedenkt die Kirche der heiligen Mönche und Märtyrer, die im 4. Jahrhundert in Raithi und auf dem ganzen Sinai ihr Blutzeugnis abgelegt haben. Die Anzahl wird mit 43 oder 40 angegeben, die Mörder waren angeblich Beduinen, das kann aber auch bedeuten räuberische Eindringlinge. Damals gab es noch nicht das festungsartig gebaute Katharinenkloster; viele Eremiten wohnten verstreut oder in kleineren Gruppen in Nachbarschaft voneinander in dieser einsamen Gegend. Nicht sehr weit entfernt vom Katharinenkloster, auf der anderen Seite des Mosesberges, im Wadi El Arbaein, dem Tal der Vierzig, wird heute ein leer stehendes Mönchskloster der vierzig Märtyrer gezeigt, hinter dem ein kleines Heiligtum verschlossen ist, nämlich die Felsgrotte, in der der heilige, aus Oberägypten hierher gekommene Eremit Onuphrios, Ονουφριος, (12. Juni 390/2) 70 Jahre lang gelebt hat.
Siehe auch 22. Dezember/4

5. † an einem 14. Januar um 330 entschlief in Iberien am Schwarzen Meer, heute in Georgien, die heilige Nino, Christiana von Georgien, von der überliefert wird, sie sei als namenlose gefangene Christin, also eine Christina, aus Colastri in Kappadokien ins Land Georgien verschleppt worden, habe aber durch ihr heiligmäßiges Leben so große Ehrfurcht erregt, dass sie von allen bewundert worden sei. Als sie den kleinen Sohn der Königin durch ihr Beten geheilt hatte, sei dies der Anlass gewesen, dass im Jahr 322 der König und sein ganzes Volk sich zum Glauben an Christus bekehrt hat.

6. † an einem 14. Januar um 400 entschlief in Mende in der Provence der heilige Bischof Firmin, erster Bischof der Gabalier. Die Gabalier in der Gegend werden von Caesar in seinem De Bello Gallico VII. 7, 2 genannt.

7. † am Mittwoch, dem 14. Januar 515, entschlief in Clermont-Ferrand der heilige Bischof Euphrasius, dessen Gastfreundschaft der heilige Gregor von Tours (17. November 594/7) rühmt.

8. † an einem 14. Januar um 552, starb in Konstantinopel der heilige Datius, Bischof von Mailand. Er hat 547 den schwachen Papst Vigilius nach Konstantinopel begleitet, als der machtbesessene Kaiser Justinian I. den Papst an den Hof vor ihn zu kommen zwang, damit er ihm im Dreikapitelstreit recht gebe, was der Papst nicht wollte. Es handelte sich um drei Kapitel, aus drei Schriften um das Konzil von Chalkedon vom Oktober 451, die, nach Ansicht des Kaisers, verurteilt werden sollten, um, seiner Meinung nach, den im Konzil verurteilten Monophysiten möglichst eine Brücke zur Einheit zurückzukehren zu bauen. Der Papst blieb beim klaren Wortlaut des, damals vor etwa hundert Jahren gehaltenen, Konzils, nämlich, dass in der einen Person Christi zugleich zwéi Naturen, die göttliche und die menschliche, ganz und unvermischt und ungetrennt, gegeben sind. Weder Einigkeit noch Einheit kamen zustande, nur dass beide Seiten an je ihrer Auffassung festhielten. Der Mailänder Bischof starb um 552 in der Hauptstadt; der Papst Vigilius starb 555, endlich todkrank vom Kaiser entlassen, auf der Rückfahrt nach Rom, am 7. Juni in Syrakus. Die Autorität des Papstes hatte sehr gelitten, da er immer wieder irgendwie mit dem Kaiser einen Kompromiss zu schließen versuchte, jedoch - Gott sei Dank - zuletzt immer die dogmatische Aussage des Konzils von Chalkedon 451, gegen die Monophysiten, in Treue fest, vertreten hat.

9. † an einem 14. Januar um das Jahr 633 entschlief in Écija in Andalusien der heilige Bischof Fulgentius, Bischof dieser Stadt, dessen Bruder, der heilige Bischof Leander (13. März um 600/5), Erzbischof von Sevilla war; beider Bruder war der heilige Bischof und Kirchenlehrer Isidor (4. April 636/1), der Leanders Schüler und Nachfolger auf dem Bischofsstuhle Sevilla war; ihre Schwester war die heilige Jungfrau Florentina von Cartagena (28. August um 630/10). Isidor schrieb u. a. De Officiis Ecclesiasticis, Über die Kirchlichen Ämter.

10. † an einem 14. Januar um 1200 entschlief in Tagliacozzo in den Abruzzen der selige Priester Odo von Novara, ein stiller Kartäuser.

11. † am Montag, dem 14. Januar 1331, entschlief in Udine bei Venedig der selige Priester Odorico Mattiuzzi de Villanova, Pordenone de Forogiulii, einer der Minderbrüder Franziskaner, der, nach einiger Zeit als Einsiedler in Italien, gen Osten aufbrach, acht Jahre in Armenien und Persien war, dann in Indien, auf Ceylon, Sri Lanka, auf Sumatra und Java, auf Borneo, im chinesischen Kanton und in der Hauptstadt Chinas, Kambalik, Peking, wo er unter Tartaren und Chinesen missionierte; auf dem Rückweg berührte er Lhasa in Tibet. Nach 17 Jahren kehrte er nach Padua zurück und diktierte seinem Mitbruder Guilielmo de Solagna seine Erfahrungen; auf dem Weg nach Avignon zum Papst, entschlief er unterwegs bei Udine, in dessen Nähe noch heute das Städtchen San Odorico an ihn erinnert.

12. † am Freitag, dem 14. Januar 1887, entschlief in Batavia, heute Paramaribo, im niederländischen Surinam, Lateinamerika, der selige Priester Petrus, Peerke Donders, 78 J., geboren in Tilburg; er war als Jugendlicher Hausweber, wurde 32-jährig zum Diözesanpriester in ’s-Hertogenbosch geweiht, ging als Missionar in die niederländische westindische Kolonie an der Nordküste Südamerikas, lebte 44 Jahre in Suriname unter Sklaven und Einheimischen, widmete sich in unermüdlicher Liebe der Aussätzigenpflege, sowohl dem Heil ihrer Seele als der möglichsten Heilung ihres Leibes. Als das Missionsgebiet dem Redemptoristenorden anvertraut wurde, trat er 56-jährig in diesen Orden ein. An seiner Missionsarbeit änderte sich nichts und er arbeitete weiter bis seine diesseitigen Kräfte erloschen.


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln





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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 11.01.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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