Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

18. März

1. † am Mittwoch, dem 18. März 386, entschlief in Jerusalem, der heilige Bischof und Kirchenlehrer Kyrillos, Cyrillus von Jerusalem, etwa 74 J., der aus der näheren Umgebung der Heiligen Stadt gebürtig war; er wurde der 22. Bischof von Jerusalem. Es war die Zeit des Kampfes gegen die Arianer. 349 hatte ihn der Metropolit Akakios von Kaisareia, der arianisch gesinnt war, zum Bischof von Jerusalem vorgeschlagen und, nach erfolgter Wahl, geweiht. Aber 357 hat Akakios ihn verurteilt und abgesetzt, weil er sich als Gegner der Arianer erwiesen hatte, allerdings nicht aggressiv; der 357 eingesetzte neue Bischof Eutychios wurde zugunsten Kyrillos 359 vertrieben, weil er auf der SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. von Seleukia, Selefke, arianerfreundlich mit abgestimmt hatte; aber schon 360 wurde er vom Metropoliten erneut abgesetzt und vertrieben, weil er doch wohl zu Nikaia-freundlich war, und es kam wieder ein neuer Bischof Irenaios nach Jerusalem. 362 auf der Synode von Alexandria nahm Kyrillos endgültig das nikaenische Glaubensbekenntnis an und konnte nach Jerusalem zurückkehren, weil Kaiser Julian andere Prioritäten hatte. Als 367 Kaiser Valens, arianisch ausgerichtet, auf den Thron kam, wurde Kyrillos wieder aus Jerusalem verbannt und als Ersatz ein Bischof Hilarion eingestellt; diesmal musste er 11 Jahre warten, bis ihm 378 die Rückkehr möglich wurde und Hilarion gehen musste. Auf dem 2. Ökumenischen Konzil von Konstantinopel 381 wurde der teilnehmende Kyrillos als rechtmäßiger orthodoxer Bischof von Jerusalem anerkannt. Berühmt wurde er durch seine 24 Katechesen zur Initiation in der Osternacht, also zu Taufe, Firmung und EucharistieDie Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23., in der Basilika vom Heiligen Grab, die um 349 in der neuerbauten konstantinischen Basilika von der Auferstehung, Αναστασις des Herrn gehalten wurden. Er ist Zeuge des Glaubens an die Realpräsenz Christi nach der Wandlung im heiligen Messopfer. Er betont die damals übliche Pflicht zur Geheimhaltung, in der Arkandisziplin, der Sakramente, μυστηριον πιστεωσ, sacramentum fidei, Geheimnis des Glaubens. Papst Leo XIII. hat ihn 1883 zum Kirchenlehrer erhoben.
Siehe auch 3. Mai, 1/zum heutigen Datum

2. † am Montag, dem 18. März 250, wurde in Caesarea am Meer für Christus zum Blutzeugen, der heilige Bischof und Märtyrer Alexander, der aus Kappadokien stammte, seine theologischen Studien in Alexandria an der Theologenschule beim Priester und Theologen Origenes betrieb, als Bischof von Caesarea in Kappadokien, Eskikaisarja, 202 den aus Alexandria vertriebenen heiligen Bischof Clemens (4. Dezember um 215), in der Verfolgung unter Kaiser Septimius Severus, in dessen Exil aufnahm, in derselben Verfolgung 211 kurz selber eingekerkert war, nach seiner Freilassung als Pilger nach Jerusalem zog und dort zum 16. Bischof von Jerusalem gewählt wurde. In Jerusalem war er ein guter Seelsorger und auch Gründer einer kostbaren Bibliothek für die von ihm gestiftete Theologenschule. Er nahm den aus Alexandrien vertriebenen Origenes auf, weihte ihn zum Priester und machte ihn zum Leiter seiner Schule in Caesarea. In hohem Alter von den Christen hochverehrt, wurde er in der Verfolgung unter Kaiser Decius nach Caesarea am Meer hinabgeführt und besiegelte seinen Glauben durch die Hingabe seines Lebens.
Siehe auch 3. Mai, 1/zum heutigen Datum

3. † am Donnerstag, dem 18. März 588, entschlief in Lucca, der heilige Bischof Frigdianus, Frediano, der aus Irland als Rompilger gekommen war, der auf dem Heimweg aus Rom in Lucca in der Toskana gewählt und geweiht wurde, der die KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. in Klöstern sammelte, der zum Wohl des Volkes den Fluss Serchio umleitete und so fruchtbares Land gewann, der die in sein Gebiet einströmenden Langobarden zu Christus bekehrt hat.

4. † am Mittwoch, dem 18. März 593, entschlief in Tours, der heilige Einsiedler Leobard, Liebhard, der, ein Schüler des heiligen Gregor von Tours (17. November 597/7), als Rekluse nahe der Abtei Marmoutier, Maursmünster in Elsass, lange in bewundernswerter Anspruchslosigkeit und Demut lebte.

5. † am Freitag, dem 18. März 651, entschlief in Saragossa, Zaragoza in Aragón, der heilige Bischof Braulion, Braulio, 61 J., der, als Mönch des Klosters San Engracia in Saragossa, zum Studium nach Sevilla zum heiligen Bischof Isidor (4. April 636/1) geschickt wurde, mit dem er dann sehr befreundet war; ihm hat er geholfen, in ganz Spanien die Kirchen-Disziplin wieder herzustellen. Er führte dessen 20-bändiges enzyklopädisches Werk Etymologiae fort und gab es heraus. Er war als Gebildeter und gewandter Redner und wurde 631 ein würdiger Nachfolger seines Bruders Johannes als Bischof von Saragossa. Seine Gebeine wurden um 1120 von seinem Nachfolger, Bischof Pedro de Librana, am Eingang der Kirche Nuestra Señora Merced del Pilar aufgefunden und dann an einem 19. Juli unter dem Hochaltar beigesetzt. Er wird verehrt als Stadtpatron von Zaragoza und als Landespatron von Aragón.

6. † am Dienstag, dem 18. März 979, wurde in der Nähe von Wareham, ermordet, der heilige König Eduard, Edward, der sehr junge König der Engländer, der sich als 12-jähriger vom heiligen Bischof Dunstan von Canterbury (19. Mai 988/4) taufen ließ, der Edgar dem Friedliebenden nachfolgte, seinem verstorbenen Vater, der 13-jährig von Dienern seiner bösartigen und hinterlistigen Schwiegermutter durch Fausthiebe umgebracht worden ist. Drei Jahre später wurde sein Leichnam ins Kloster Shaftesbury gebracht und dort beigesetzt. Das Volk hat seinen jugendlichen Charme, seine frühe Weisheit und herzliche Güte, nie vergessen.

7. † am Mittwoch, dem 18. März 1086, entschlief in Mantua, in der Lombardei, der heilige Bischof Anselm, der Bischof von Lucca geworden war als Nachfolger seines Onkels, der Papst Alexander II. geworden war und ihn gewünscht hatte, der, von Anfang an von seinen Kanonikern abgelehnt, meist in einem nahen Benediktinerkloster wohnte, der, als zuverlässig getreuer Anhänger des Heiligen Stuhles von Rom, während des Investiturstreites, seinen Bischofsring und Bischofsstab, die er vom Kaiser Heinrich IV. angenommen hatte, in die Hände des Papstes Gregor VII. (25. Mai 1085 / 2) gegeben hat, der zugleich von seinen Kanonikern, die das Gemeinschaftsleben ablehnten, von seinem Bischofssitz vertrieben wurde; der Papst hat ihn daraufhin als seinen Legaten in die Lombardei gesandt, wo er weiter ein geradliniger Helfer des Papstes blieb.

8. † am Dienstag, dem 18. März 1567, entschlief in Cagliari auf Sardinien, Sardegna der heilige Franziskanerbruder Salvadore de Orta Grionese, der, zum Heil an Leib und Seele, ein demütiges Werkzeug Christi geworden ist.

9. † am Freitag, dem 18. März 1616, wurden in Lancaster, gehenkt, ausgewaidet und gevierteilt
• der selige Priester und Märtyrer John Thules, 48 J., gebürtig aus Lancaster, der in Reims und Rom studierte und, zum Priester geweiht, als Heimat-Missionar nach England zurückkehrte, konnte nach seiner ersten Verhaftung aus der Haft entfliehen, wurde aber wieder aufgegriffen und eingekerkert, dort traf er auf viele Katholiken, auch seinen Mitmärtyrer Roger Wrenno
• der selige Märtyrer Roger Wrenno, 40 J., ebenfalls aus dieser Stadt gebürtig, ein frommer Weber, der mit weiteren Katholiken im Gefängnis einsaß, der eines Tages mit seinem Mithäftling John Thules, zum Tode verurteilt grausam hingerichtet worden ist.
Siehe auch 12. Februar, 7/75 - 76

10. † am Sonntag, dem 18. März 1883, entschlief in ihrem Kloster in Saint-Sauveuer-le-Vicomte, in der Normandie, Normandie, die selige Jungfrau Martha (Aimée-Adèle) le Bouteiller, aus den Christlichen Schulschwestern von der Barmherzigkeit, die, ganz außerordentlich auf Gott allein ausgerichtet, die niedrigsten Aufgaben immer geduldig erfüllt hat.


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 00.00.2014
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.






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