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Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

6. April

1. † wohl an einem 6. April um 305, wurde in Sirmium, Sremska Mitrovica, Serbien, enthauptet der heilige Bischof und Märtyrer Irenäus, zur Zeit des Kaiser Maximian, unter dem Statthalter Probus; zuerst wurde er durch Folterungen gequält, dann im Kerker mehrere Tage hindurch weiter gequält, schließlich ist er enthauptet und so vollendet worden.

2. † am Montag, dem 6. April 582, entschlief in Konstantinopel, der heilige Patriarch Eutychios, 70 J., der als junger Mann im Kloster Amaseia eingetreten und dort Abt geworden ist; der heilige Patriarch Menas (25. August 552/6) wünschte, dass er sein Nachfolger würde; 552 Bischof von Ost-Rom geworden, hat er auf dem Fünften Ökumenischen Konzil, dem Zweiten von Konstantinopel 553, den Vorsitz geführt und für den rechten, orthodoxen Glauben kraftvoll gekämpft. Von 565 bis 577 hat er seine, vom Kaiser ungerechterweise, wegen Verleumdungen durch neidische Bischöfe, verhängte Verbannung erlitten, war aber interniert in seinem Kloster Amaseia, von Konstantinopel weit weg, in der heutigen Ost-Türkei. Zurück auf seinem Bischofstuhl disputierte er mit dem 579 eingetroffenen päpstlichen Apokrisiar Gregor (12. März 604/6), der später in Rom Papst werden sollte, über die Natur und Beschaffenheit der Auferstehungsleiber und ließ sich von Gregor überzeugen; noch sterbend hat er sich am Ende zur Auferstehung des Fleisches gläubig bekannt.

3. † an einem 6. April um 550, entschlief in Rom, die heilige Witwe Galla, die Tochter des Konsuls Symmachus, die nach kurzer Ehe Witwe geworden, am Vatikanischen Hügel neben dem Petersdom ein gottgefälliges Leben führte, meist betend und fastend als Reklusin, aber auch sehr aktiv in guten Werken, zeitweise zusammen mit gleichgesinnten Damen, die sich ihr ähnlich anschlossen. Sie gründete ein Frauenkloster und ein Hospital. Über ihr Leben und Sterben hat der heilige Papst Gregor der Große (12. März 604/6) in seinen Dialogi beschrieben; der heilige Fulgentius von Ruspe (1. Januar 533/6) hat nach ihrem Vorbild seine Ratschläge Über den Witwenstand geschrieben. Sie war die Schwägerin des Boëtius (23. Oktober 524/6).

4. † am Mittwoch, dem 6. April 623, entschlief in Troyes, der heilige Abt Winebald, Saint Vinebaud, Abt des Klosters Saint-Loup-de-Troyes, der weithin berühmt war wegen seiner Anspruchslosigkeit.

5. † am Sonntag, dem 6. April 861, entschlief, ebenfalls in Troyes, der heilige Bischof Prudentius, Saint Prudence, geboren als Galando in Spanien, nahm er den Namen des Kirchenschriftstellers als Klosternamen; als KaplanEin Kaplan (von lateinisch capellanus, „der einer Hofkapelle zugeordnete Kleriker”) ist im deutschen Sprachraum ein römisch-katholischer Priester in den ersten Jahren nach seiner Weihe, der in der Regel noch einem erfahrenen Pfarrer unterstellt ist. In manchen Bistümern wird er Vikar genannt - dies ist die Bezeichnung des kanonischen Kirchenrechts von 1983 - in anderen Kooperator. Ludwigs des Frommen stellte er für die Kaiserin Judith von Bayern eine Ordnung von Psalmen zusammen, Flores Psalmorum, Breviarium Psalterii, die im Mittelalter für Mönche auf Reisen, als eine Kurzfassung, Breviarium, des Chorgebetes, weite Verbreitung fand; als Bischof, ab 845, hat er Vorschriften für Priesteramtskandidaten aus Bibelstellen gesammelt und sie diesen zum Auswendiglernen und verinnerlichtem Erfüllen gegeben; die Disziplin in den ihm erreichbaren Klöstern hat er erneuert.

6. † am Dienstag, dem 6. April 885, entschlief in Stare Mesto, Alt-Stadt Velehrad in Mähren, der heilige Bischof Methodios, dessen Gedenktag, mit seinem Bruder Kyrillos, am 14. Februar/1 gefeiert wird.

7. † am Montag, dem 6. April 912, entschlief in der Abtei Sankt Gallen, der selige Mönch Notker Balbulus, der Stammler, der fast sein ganze Leben in diesem Kloster verbracht hat, dort 50 Sequenzen gedichtet und die Melodien dazu, nach den Schluss-Melismen, jubilus genannt, der Alleluja-Melodie, komponiert hat, als Liber Ymnorum dem Liutward von Vercelli gewidmet; er war körperlich zart, seelisch weniger; war ein Stammler nur mit der Zunge, überhaupt nicht mit seinem Geist; war gerade und aufrecht in theologischen Dingen, geduldig in Widerwärtigkeiten, allen gegenüber gütig, flink und hingebungsvoll im Beten, Lesen, Betrachten und im Diktieren.

8. † am Mittwoch, dem 6. April 1076, entschlief im Kloster Sant’Elia Enno in Kalabrien, der heilige Mönch Philaret, Filarete l’Ortolano, der Gärtner, 56 J., geboren auf Sizilien von griechischen Eltern, getauft auf den Namen Filippo, flüchtete die Familie vor den Sarazeneneinfällen nach Kalabrien; Filippo wurde dort 25-jährig Mönch im Basilianerkloster Sant’Elia di Enna, der Jüngere (17. August 903/5) und nahm den Klosternamen Filarete an; ihm wurde die Sorge für die Riner und Pferde des Klosters anvertraut. Als die Sarazenen die Gegend überfielen, flüchteten die Mönche; kurz darauf, 1062, kamen lateinische Benediktiner und übernahmen den Klosterbesitz, einschließlich evtl. zurückkehrender Mönche, die sie als Diener wie Sklaven hielten. So kam auch Filarete zurück, gab sich an die Gartenarbeit und hauste in einer Hütte im Garten. Erst nach seinem Tod wurde er berühmt, als sich Gebetserhörungen auf seine Fürsprache mehrten. So nannte man das Kloster nach dem heiligen Gründer Elia und dem Gärtner Filarete.

9. † am Ostersonntag, dem 6. April 1203, entschlief in der Inselabtei Eskilsó, bei Roskilde in Dänemark, der heilige Abt Wilhelm von Aebelholt, Aebeló, der aus dem Kloster der Regular-Kanoniker, Sainte Geneviève in Paris, nach Dänemark vom dortigen König berufen, dort, nicht ohne Mühe und Behinderungen, die Befolgung der Regel erneuerte; im Licht des Ostersonntags verabschiedete er sich aus diesem Erdenleben.

10. † am Samstag, dem 6. April 1252, wurde, in Farga bei Mailand, zum Blutzeugen, der heilige Priester und Märtyrer Pietro Veronese, der, von manichäischen Eltern geboren, schon als kleiner Junge den katholischen Glauben annahm, und, zum jungen Mann herangewachsen, vom heiligen Dominikus (6. August 1221/1) persönlich das Ordensgewand annahm, der mit all seinen Kräften gegen die Häresien kämpfte und schließlich, bei Como unterwegs, von den Manichäern überfallen, in seiner Todesstunde noch das Glaubensbekenntnis abgelegt hat, indem er mit seinem eigenen Blut den Anfang des Credo auf den Boden schrieb.

11. † am Montag, dem 6. April 1478, entschlief im Kloster Santa Maria del Sacro Monte di Varese, die selige Jungfrau Caterina Moriggi da Palanza, eine Einsiedlerin, die mit ihrer Gefährtin Giuliana Puricelli del Busto Arsizio (15. August 1501/10) und anderen, dieses Kloster gründete und die nach der Regel des heiligen Augustinus lebten.

12. † am Montag, dem 6. April 1857, wurde in Vinh Tri in Tonkin, Vietnam, für Christus ermordet, der heilige Priester und Märtyrer Paul, Phaolo Le Bao Tinh, 64 J., der schon als Seminarist im Kerker eingesperrt war, als Priester Regens des Seminars geworden ist, ein Predigtbuch und ein Handbuch über die christliche Lehre verfasst hat. schließlich, unter Kaiser Tu Duc, wieder vor Gericht gestellt, zum Tode verurteilt worden ist.
Siehe auch 24. November, 1/74

13. † Montag, dem 6. April 1896, entschlief in seiner Geburtsstadt Verona, der selige Priester Zefirino Agostini, 83 J., der, 23-jährig zum Priester geweiht, der 8 Jahre KaplanEin Kaplan (von lateinisch capellanus, „der einer Hofkapelle zugeordnete Kleriker”) ist im deutschen Sprachraum ein römisch-katholischer Priester in den ersten Jahren nach seiner Weihe, der in der Regel noch einem erfahrenen Pfarrer unterstellt ist. In manchen Bistümern wird er Vikar genannt - dies ist die Bezeichnung des kanonischen Kirchenrechts von 1983 - in anderen Kooperator. und Jugendseelsorger an San Nazario war, dann Pfarrer in einer sehr armen Pfarrei wurde, wo er Gebetsgruppen zur Ehren der heiligen Angela Merici (27. Januar 1540/1) gründete, damit auf ihre Fürsprache für die armen Mädchen christliche Bildungsmöglichkeiten entstehen würden. 1856 eröffnete er seine erste Caritas-Schule. Nachdem er die 1856 vom Bischof approbierte Pia Unione Suore Angela Merici, gegründet hatte, gründete er 1869 die Congregazione Suore Orsoline, Figlie di Maria Immacolada, Verona, in der im selben Jahr die ersten 12 Schwestern ihre Professgelübde ablegten. Papst Johannes-Paul II. hat ihn am 24. Oktober 1998 seliggesprochen.

14. † am Mittwoch, dem 6. April 1910, entschlief in seiner Geburtsstadt Turin, der selige Priester Michele Rua, 73 J., Salesianer Don Boscos, der 1888 sein Nachfolger als Generaloberer wurde.

15. † am Samstag, dem 6. April 1957, wurde in Fiobbio di Albino bei Bergamo, ermordet, die selige Jungfrau und Märtyrin Petrina Morosini, 26 J., die, unterwegs auf dem Heimweg von ihrer Arbeitsstelle, ihre gottgeweihte Jungfräulichkeit bis in ihren Tod verteidigt hat.


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 01.04.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.