Ökumenisches Heiligenlexikon

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20. Dezember

1. † am 20. Dezember 217 oder 218, entschlief in Rom, der heilige Papst Zephyrinus, der 18 Jahre lang die Kirche von Rom geleitet hat und seinem Diakon, dem heiligen Kallistus (14. Oktober 222/1), den Auftrag gegeben hat, an der Via Appia das Koimeterion, Κοιμετηριον die Entschlafungsstätte für die Kirche von Rom, nach diesem Kallistus genannt, zu gründen, so ist auch er dort beigesetzt worden. Er war befreundet mit dem heiligen Hieronymus (30. September 420/1) und dem heiligen Paulinus von Nola (22. Juni 431/1)
Siehe auch 29. Juni, 1/15

2. † ebenfalls an einem 20. Dezember im 1. Jahrhundert, ebenfalls in Rom, entschlief der heilige Märtyrer Liberalis, der, so wird überliefert, einst auf Erden die Ehrenstellung eines Konsuls hatte; beigesetzt wurde er an der Via Salaria Antiqua, an em>Zu den Sieben Ringeltauben.

3. † am Sonntag, dem 20. Dezember 324, entschlief in Antiochia, Antakijy, der heilige Bischof Philogonios, der durch einen Wink Gottes, vom Rechtsanwalt zur Leitung dieser Kirche gewonnen, gemeinsam mit dem heiligen Bischof Alexander und weiteren Mitstreitern, als Erster den Kampf für den katholischen Glauben und gegen Arius aufgenommen hat und nun, berühmt durch sein Verdienste, im Herrn seine Ruhe gefunden hat; der heilige Johannes Chrysostomus (14. September 407/5) hat 386 ein berühmt gewordenes Ενκωμιον Enkomion, eine feierliche Lobrede auf ihn gehalten.

4. † am Samstag, dem 20. Dezember 625, entschlief in Saint-Ursanne im Schweizer Jura, der heilige Bischof Ursicinus, ein Ire, ein Schüler des heiligen Columban (23. November 615/2), der zugleich mit diesem das Kloster Luxeuil verließ und ihm bis Metz gefolgt ist, dann weiter wanderte in den französischen Jura, ein Eremitendasein geführt und dadurch viele Jünger angezogen hat, so dass er eine Kirche bauen musste und so wurde er so zum Gründer der Stadt Saint-Ursanne, das Kloster Saint-Ursane wurde wenig später vom heiligen Wandregisilus von Fontenelle (22. Juli 668/6) gegründet.

5. † am Freitag, dem 20. Dezember 1073, entschlief in seinem Kloster Silos, südöstlich von Burgos in Kastilien, der heilige Abt Domingo, 73 J., der aus Navarra stammte, als Knabe Hirt gewesen, jung zuerst Eremit geworden, dann bei den Benediktinern in San Millán bei Logroño eingetreten, Abt wurde; als der Fürst von Navarra von seiner Abtei einen hohen Geldbetrag forderte und der Abt höflich die Zahlung ablehnte, wurde er von ihm aus Navarra ausgewiesen; König Ferdinand I. von Kastilien nahm ihn 1041 auf und beauftragte ihn mit dem Wiederaufbau des alten zerfallenden Klosters San Sebastián in Silos; er erbaute einen Prachtbau im spanischen Stil seiner Zeit; die Kirche wurde erst 1088 fertig und eingeweiht. Seine Abtei war erfüllt vom Gotteslob, bei Tag und bei Nacht. Nach ihm wurde sie San Domingo umbenannt. Er rettete viele christliche Sklaven aus den Händen der Mauren.

6. † am Dienstag, dem 20. Dezember 1831, entschlief in Torre del Greco bei Neapel, der selige Priester Vincenzo Romano, der als Pfarrer sich ganz der christlichen Erziehung der Jugend und der Förderung der Arbeiter und Fischer widmete.

7. † am Freitag, dem 20. Dezember 1940, wurde im Konzentrationslager Sachsenhausen zugrundegerichtet, der selige Priester und Märtyrer Michal Piaszcynski, 54 J., Priester der polnischen Diözese Lomza.
Siehe auch 28. Mai, 14/17


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 22.11.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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