Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

17. Mai

1. † heute gedenkt die Kirche des in Alexandria im 4. Jahrhundert getöteten heiligen Märtyrers Adrio.

2. † im 4. Jahrhundert wurde in Rom der heilige Märtyrer Victor ermordet.

3. † an einem 17. Mai, im 4. Jahrhundert wurden in Novioduni in Moesia, die heiligen Märtyrer Herakleus und Paulus für Christus umgebracht.

4. † an einem 17. Mai, um 304, wurde in Nordafrika die heilige Jungfrau und Märtyrin Restituta umgebracht. Wahrscheinlich wurde sie Blutzeugin in Teniza bei Karthago, von wo ihre Reliquien im 9. Jahrhundert nach Ischia und dann nach Neapel überführt wurden.

5. † an einem 17. Mai, um 520, wurde in Vercelli, Ligurien, überführt und beigesetzt, der heilige Bischof Aemilianus, der nach einem 40-jährigen Einsiedlerleben zum Bischof von Vercelli gewählt wurde.

6. † am Sonntag, dem 17. Mai 1592, entschlief im Kloster Vila-Real bei Valencia, der heilige Ordensbruder Pascal Baylón, 52 J., der Hirt war, 24-jährig bei den Reformbrüdern der Franziskaner von Alcantara eintrat, im Kloster meist Koch oder Pförtner war, auch durch Frankreich zog und, im Gebiet der Hugenotten, unter Lebensgefahr die wahre Gegenwart Christ in der heiligen EucharistieDie Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23. verkündete.

7. † am Samstag, dem 17. Mai 1834, wurde in der Stadt Guiyang, in der chinesischen Provinz Guizhou, erdrosselt, der heilige Märtyrer Petrus, Baiduo Liu Wenyuan, 74 J., der etwa 20-jährig die Taufe empfing, Katechist und Ehemann war, der 1814 verhaftet und in die Tartarei verbannt, nach fast 20 Jahren zurückgekehrt, wieder verhaftet, zum Glaubensabfall aufgefordert, wegen seiner Treue zu Christus verurteilt und, nach schweren Folterungen, hingerichtet worden ist.
Siehe auch 9. Juli, 1/16

8. † am Freitag, dem 17. Mai 1929, entschlief in Casoria bei Neapel, die selige Jungfrau Julia, Giulia Salzano, 83 J., die, als Tochter eines hohen königlichen Beamten am Hof Ferdinand II. in Neapel, Halb-Waise geworden, vom 4. bis 15. Lebensjahr im königlichen Waisenhaus San Nicola da Strada in Neapel von den Caritas-Schwestern erzogen, wurde sie Lehrerin und Katechetin in Casoria; dort arbeitete sie zusammen mit der seligen Caterina Volpicelli (28. Dezember 1894/7), die in Neapel eine Schwesterngemeinschaft gründete. Giulia gründete 1905 in Casoria die Congregazione delle Suore Catechiste del Sacro Cuore, Schulschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu, zur Mädchenerziehung und zur Verbreitung der eucharistischen Frömmigkeit. Papst Johannes-Paul II. hat sie am 27. April 2003 seliggesprochen.

9. † am Freitag, dem 17. Mai 1935, wurde in Orgosolo-Nuoro, auf Sardinien, ermordet, die selige Jungfrau und Märtyrin Antonia Mesina, fast 16 J., die schon 10-jährig in der Katholischen Aktion fleißig mitarbeitete, die beim Holzsammeln von einem noch jungen Gewalttäter, der sie nicht verführen und auch nicht vergewaltigen konnte, mit 74 Steinschlägen umgebracht, ein Opfer ihrer Liebe zu Jungfräulichkeit und Keuschheit wurde. Papst Johannes- Paul II. hat sie am 4. Oktober 1987 seliggesprochen.

10. † am Samstag,, dem 17. Mai 1952, entschlief im Lagerspital von Ozerlag bei Irkutsk, Russland, der selige Priester und Märtyrer, Ivan Ziatyk, 53 J., der, 24-jährig zum Priester geweiht, 1935 Redemptorist wurde und 1948 als Vize-Provinzial Nachfolger des von den Kommunisten ausgewiesenen Vorgängers, von Metropolit Septyckyj ernannt zum Generalvikar der griechisch-katholischen Kirche in der Ukraine. Am 5. Januar 1950 wurde er verhaftet, zu 10 Jahren Zwangsarbeitslager verurteilt und nach Ozerlag verschleppt. Papst Johannes-Paul II. hat ihn, mit 29 Gefährten, am 27. Juni 2001 in Lemberg seliggesprochen.
Siehe auch 2. April, 15/19

Jerusalem, Patriarchat: Gedenktag aller heiligen Bischöfe von Jerusalem; siehe hier oben zum 3. Mai/1.


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 26.04.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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