Ökumenisches Heiligenlexikon

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Margareta von Cortona


S. Margarita (22. al. 25. Febr.). Diese hl. Margarita, zugenannt von Cortona, gebürtig zu Alviano in Toscana, brachte ihre Jugendjahre in großer Ausgelassenheit zu. Aber die Gnade des Herrn erweckte sie durch den Anblick des halb verfaulten und von Würmern zerfressenen Leichnams, der ihr neun Jahre lang das Werkzeug fleischlicher Lust gewesen war. Oeffentlich, wie sie früher gesündigt hatte, that sie nun Buße. Mit einem Strick um den Hals, in schlechter Kleidung, erschien sie in der Kirche, um das gegebene Aergerniß gut zu machen. Darauf begab sie sich nach Cortona, wo sie eine vollständige Lebensbeichte ablegte, um von jetzt an Gott nie mehr freiwillig und wissentlich zu beleidigen und in beständiger Buße und Selbstpeinigung bis an's Ende zu verharren. Erst nach dreilähriger Prüfung wurde sie als Büßerin in den dritten Orden des hl. Franciscus aufgenommen. Sie war 25 Jahre alt, als sie sich bekehrte; noch 23 Jahre war sie ein Muster ächter Buße. Sie reinigte sich im Blute Jesu, in dessen Leiden und Wunden sie ihre einzige Zuflucht suchte und fand, so vollkommen von allen Flecken, und erreichte eine so hohe Stufe der Vollkommenheit, daß sie öfter himmlischer Erscheinungen gewürdiget ward. Sie starb am 22. Febr. 1297. Im Mart. Rom. steht sie an diesem Tage. Im Mart. der Camaldulenser findet sie sich zum 25. Febr. Nachdem Papst Leo X. die Wunder, welche durch ihre Fürbitte gewirkt worden waren, bewährt gefunden hatte, erlaubte er der Stadt Cortona, ihr Fest zu feiern. Darauf dehnte Urban VIII. im J. 1623 diese Erlaubniß auf den ganzen Franciscaner-Orden aus. Endlich setzte Benedict XIII. im J. 1728 sie in die Zahl der Heiligen. Ihr Leib wurde nach vierhundert Jahren ohne die geringsten Merkmale der Verwesung befunden und wird zu Cortona in dem jetzt nach ihrem Namen genannten, vormaligen St. Basiliuskloster aufbewahrt (Butler III. 1691-71). Die Boll. geben eine weitläufige, von ihrem Beichtvater beschriebene Lebens- oder vielmehr Bußgeschichte, von der wir im Obigen das Wesentlichste entlehnt haben. Auf Abbildungen sieht man sie in ihrer Klosterzelle, von Bußwerkzeugen umgeben, im Gebete liegen, wo ihr Jesus erscheint und sie seiner Gnade versichert. Oder sie kniet vor dem Gekreuzigten, in die Betrachtung seines Leidens versunken. (III. 298 vgl. 358).




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zuletzt aktualisiert am 00.00.2014
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