Ökumenisches Heiligenlexikon

Ahas

hebräischer Name: אחז
auch: Achaz

1 Gedenktag orthodox: 1. April

Name bedeutet: er hat gehalten (hebr.)

König von Juda
* 752 v. Chr. in Jerusalem in Israel
716 v. Chr. daselbst


Ahas wurde 732 als Nachfolger seines Vaters Jotam König des Südreiches Juda mit Sitz in Davids Königspalast in Jerusalem (2. Könige 15, 38). Als sich König Rezin von Aram - dem heutigen Syrien - und Pekach, der König des Nordreiches Israel, 733 gegen die Assyrer aus Babylon - dem heutigen Han-al-Mahawil im Irak - verbündeten, versuchten sie, auch Ahas in ihre Koalition zu zwingen. Der Prophet Jesaja riet Ahas dagegen, auf Gott zu vertrauen und nicht fremde Verbündete zu suchen; das Zeichen Gottes werde die Geburt eines Kindes sein, dessen Mutter es Immanuel, Gott mit uns, nennen werde (Jesaja 7, 11 – 14). Ahas aber verbündete sich mit dem assyrischen König Tiglat-Pileser III., übergab ihm Schätze aus dem Jerusalemer Tempel und seinem eigenen Vermögen (2. Könige 16, 8), so dass dieser gegen die Syrer zog, Damaskus einnahm und König Rezin tötete. Ahas wurde Vasall der Assyrer, reiste nach Damaskus, huldigte dort Tiglat-Pileser und seinen Göttern und ließ im Jerusalemer Tempel Änderungen vornehmen, damit der Kult sich assyrischen Gebräuchen annäherte (2. Könige 16, 15 – 18); er ging sogar soweit, Menschenopfer einzuführen und ließ auch seinen eigenen Sohn durchs Feuer gehen (2. Könige 16, 3).

Ahas' Nachfolger wurde sein Sohn Hiskia. Ahas' Regierung wurde von den jüdischen Historikern des 6. Jahrhunderts v. Chr. als verheerend für den Glauben an Jahwe angesehen. Wegen seiner Bosheit wurde er demnach nicht zu den Gräbern der Könige Israels gebracht, sondern in der Stadt bestattet (2. Chronik 28, 27). Hiskia beauftragte umgehend die Priester und Leviten, die Verunreinigungen im Jerusalemer Tempel zu beseitigen (2. Chronik 29, 3 - 20).

Das Matthäusevangelium führt Ahas im Stammbaum von Jesus auf (1, 9). Dies und die zeichenhafte Geburt des Kindes Immanuel sind wohl der Grund für die Verehrung in den Orthodoxen Kirchen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 18.01.2026

Quellen:
• https://en.wikipedia.org/wiki/Ahaz

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.