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Ökumenisches Heiligenlexikon

Jesaja

auch: Isaias

Gedenktag katholisch: 9. Mai
6. Juli

Gedenktag orthodox: 9. Mai

Gedenktag armenisch: 9. Mai, 6. Juli
liturgische Feier am Donnerstag nach dem Verklärungssonntag

Gedenktag koptisch: 3. September
Todestag

Gedenktag syrisch-orthodox: 9. Mai, 3. September

Name bedeutet: Gott hilft/Gott heilt (hebr.)

Prophet, Märtyrer (?)
† nach 687 v. Chr. (?) in Jerusalem in Israel


Michelangelo: Fresko von 1509 in der Sixtinischen Kappelle im Vatikan
Michelangelo: Fresko von 1509 in der Sixtinischen Kappelle Vatikan

Jesaja stammte aus einer vornehmen Familie in Juda und genoss eine gute Ausbildung. Er war verheiratet und hatte mindestens zwei Söhne (Jesaja 7, 3 und 8, 3). Im Todesjahr von König Usia 740/739 v. Chr. wurde er zum Propheten berufen (Jesaja 6, 1), er wirkte zur Zeit des jüdischen Könige Ahas und Hiskia (Jesaja 36 - 39) bis zum Einfall der Assyrer unter Sanherib 701 v. Chr. und richtete im Südreich Juda seine sozialkritische und die Scheinheiligkeit des Kultes anprangernde Botschaft - deutlich an die Botschaft des Amos im Nordreich anschließend - aus. In dieser Zeit verbündeten sich Syrien und das Nordreich Israel gegen Juda; Jesaja prophezeite die Niederlage dieser Gegner, aber auch das schnelle Vordringen der Großmacht Assyrien (Jesaja 7 - 8); tatsächlich drangen die Assyrer 732 nach Syrien und Israel vor; das Südreich Juda blieb verschont, aber König Ahas, der in Damaskus den assyrischen Großkönig aufsuchte, passte in der Folge den Kult den assyrischen Sitten an und toleriert auch wieder kanaanäische Gebräuche; Jesaja warnte vor dieser Bündnispolitik und kündigte an, dass als Zeichen eine junge Frau schwanger ist und den Immanu-El, Gott ist mit uns gebären wird (Jesaja 7, 1 - 16); diese Prophezeihung bezogen die Christen später auf Maria und Jesus Christus. 722 wurde das Nordreich vernichtet. Der Assyrer Sanherib belagerte 701 auch Jerusalem, musste aber - aufgrund des Eingreifens Gottes (Jesaja 37, 36 - 37) - wieder abziehen.

Raphael: Fresko von 1511/12, in der Kirche des Sant' Agostino in Rom
Raphael: Fresko von 1511/12, in der Kirche S. Agostino in Rom

Jesaja erhielt bei seiner Berufung zum Propheten (Jesaja 6, 9 - 13) einen doppelten Auftrag: er sollte die Verstockung des Volkes aufzeigen, ja herbeiführen. Darauf werde das Gericht folgen, bei dem nur ein kleiner Rest des Volkes übrig bleibe, mit dem Gott dann seine Heilsgeschichte zum Ziel führen kann (Jesaja 6, 13). Jesaja wird so auch zum Propheten des erwarteten großen Heils: Dies wird besonders deutlich in den Büchern, die nicht mehr von Jesaja selbst, sondern von seinen Schülern stammen (Jesaja 40 - 55, entstanden in der Exilszeit; Jesaja 56 - 66, aus der Zeit nach dem babylonischen Exil). Christen erkennen in den Ankündigungen des kommenden Heils (Jesaja 40, 3 - 5) und in den Liedern vom leidenden Gottesknecht (z. B. Jesaja 52, 13 - 53, 12) Hinweise auf Jesus Christus; Jesaja wird deshalb auch der Evangelist des Alten Bundes genannt.

Die Überlieferung berichtet von Jesajas Märtyrertod unter König Manasse (vgl. 2. Könige 21, 16), weil er es gewagt hatte, Jerusalem mit Sodom und Gomorra zu vergleichen (Jesaja 1, 10). Manasse, der völlig abhängig von Assyrien regieren musste, hatte eine Verwässerung der alleinigen Verehrung Jahwes, sogar Totenkulte und Kinderopfer, wieder zugelassen, was Jesaja schärfstens kritisierte. Jesaja sei in einen hohlen Baum geflohen, den der König mit ihm habe durchsägen lassen (vgl. Hebräerbrief 11, 37).

Attribute: Schriftrolle, Säge

Catholic Encyclopedia

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 08.09.2015

Quellen:

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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