Ökumenisches Heiligenlexikon

Berthild von Chelles

italienischer Name: Bertilla

1 Gedenktag katholisch: 5. November
Übertragung der Gebeine: 26. Mai
Übertragung der Gebeine in Jouarre: 27. Juni

Name bedeutet: die glänzende Kämpferin (althochdt.)

erste Äbtissin in Chelles
* um 630 nahe Soissons in Frankreich
5. November um 705 oder 713 in Chelles in Frankreich


Berthild war Nonne im damaligen Frauenkloste an der Kirche Notre-Dame in Jotrum - dem heutigen Jouarre. Sie wurde 659 von Königin Bathilde als erste Äbtissin an das von dieser wieder aufgebaute Kloster Chelles berufen, in dem die Königin dann ab etwa 665 selbst lebte. Unter der Leitung von Berthild nahm Chelles einen großen Aufschwung.

Teile von Berthilds Reliquien befinden sich in der Andreaskirche in Chelles.

Das Kloster Notre-Dame in Jotrum nahm bald schon die Benediktinerregel an und wurde später ein reines Frauenkloster. Während der Französischen Revolution wurden die Nonnen 1792 vertrieben, die Kirche wurde Stein für Stein verkauft. Im 19. Jahrhundert wurde die Abtei wieder durch Benediktinerinnen belebt und ist bis heute bewohnt.

Patronin der Pferde; gegen Gewitter, Bruch- und Halsleiden, Kropf, Quaddeln und Pferdekrankheiten



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 16.04.2026

Quellen:

• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 2. Herder, Freiburg im Breisgau 1994

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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