Ökumenisches Heiligenlexikon

Johannes Swierc und Gefährten

polnischer Name: Jan

1 Gedenktag katholisch: 23 Mai
gebotener Gedenktag bei den Salesianern Don Boscos in Polen

Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)

Ordensmann, Priester, Märtyrer
* 29. April 1877 in Chorzów bei Katowice in Polen
27. Juni 1941 in Auschwitz, heute Oświęcim in Polen


Johannes, Sohn von Mateusz Swierc und Franciszka geb. Rether, legte am Gymnasium Valdocco in Turin sein Abitur ab und trat 1897 am 1893 eröffneten Institut Cardinal Cagliero in Ivrea bei Turin den Salesianern Don Boscos bei. Er studierte Philosophie und Theologie in Turin und wurde 1903 im Dom in Turin zum Priester geweiht. Nach seiner Rückkehr nach Polen 1905 übernahm er die Leitung der Niederlassung der Salesianer in Oświęcim, 1911 die Leitung des von den Salsianern betreuten damaligen Jungenheimes Lubomirski-Institut - heute das Hauptgebäude der Universität - in Krakau, wo er sich 1914 auch um verwundete Soldaten kümmerte. Als guter Organisator eröffnete er neue Niederlassungen seines Ordens. 1938 wurde er nach schwerer Krankheit Pfarrer an der Kirche św. Stanisława Kostki in Krakau und Leiter der dortigen Gemeinschaft der Salesianer.

Johannes Swierc und Gefährten
Johannes Swierc und Gefährten

Am Abend des 23. Mai 1941 wurde Johannes Swierc zusammen mit anderen Salesianern Don Boscos von der Gestapo der deutschen Besatzer verhaftet, brutal verhört, dann ins Konzentrationslager nach Auschwitz gebracht und dort unmittelbar nach seiner Ankunft am 26. Mai zusammen mit elf anderen Krakauer Salesianern der Strafkompanie im Todesblock von Auschwitz zugeteilt. Er musste in der Kiesgrube arbeiten; nachdem er aufgrund der harten Arbeit und der vielen Schläge zusammenbrach, wurde er von dem als blutiger Franz bekannten Kapo getötet, indem er ihm das Rückgrat brach und ihm mit einem Stein auf den Kopf schlug.

Sieben weitere Ordensbrüder der Salesianern Don Boscos starben zwischen Juni 1941 und September 1942 im Konzentrationslager in Auschwitz:
Ignacy Antonowicz
Ignacy Dobiasz
Karol Golda
Franciszek Harazim
Ludwik Mroczek
Włodzimierz Szembek und
Kazimierz Wojciechowski.
• Zu dieser Gruppe gehört auch noch Franciszek Miśka, der im Mai 1942 im Konzentrationslager in Dachau bei München ums Leben kam.

Kanonisation: Johannes Swierc und seine Gefährten wurden am 6. Juni 2026 vom Präfekten der Behörde für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, Kardinal Marcello Semeraro, im Auftrag von Papst Leo XIV. im Sanktuarium św. Jana Pawła II in Krakau seliggesprochen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 23.06.2026

Quellen:
• https://pl.wikipedia.org/wiki/Jan_%C5%9Awierc - abgerufen am 23.06.2026
• https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2026-06/polen-neun-zweiten-weltkrieg-salesianer-krakau-seligsprechung.html - abgerufen am 23.06.2026
• https://www.vaticannews.va/pl/watykan/news/2025-10/wkrotce-beatyfikacja-jedenastu-kaplanow-meczennikow-nazizmu-i.html - abgerufen am 23.06.2026
• https://niebo.salezjanie.pl/kalendarz-liturgiczny - abgerufen am 23.06.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.