Martius
auch: Martinus, Mars
Gedenktag katholisch: 13. April
Name bedeutet: dem (römischen) Kriegsgott Mars geweiht (latein.)
Martius lebte alter Überlieferung zufolge ab etwa 460 als Einsiedler auf einem Berg an einer Waifer-Lager
1
genannten Stelle zwischen der Kirche Saint-Léger in
Royat bei Clermont-Ferrand und einer Kirche Saint-Victor. Fromme Leute brachten ihm demnach den Lebensunterhalt, er konnte
Besessene von Dämonen befreien und heilte Wechselfieber durch geweihtes Öl, das er zu trinken gab; einen gewissen Nivardus
heilte er von Wassersucht. Um 470 kamen immer mehr Schüler zu ihm und es entstand das Kloster, dessen erster Abt Martius
wurde. Als einst ein Dieb in den Klostergarten eingedrungen war, reiche Beute an Obst und andern Gartenfrüchten machte, aber
den Ausgang nicht finden konnte, kam Martius, schenkte ihm das Gestohlene zeigte ihm die Tür ins Freie.
Martius wurde in seinem Kloster bestattet, auch an seinem Grab geschahen Wunder. Sein Kloster bestand bis zur Französischen Revolution als ein von der damaligen Abtei an der Kirche Saint-Alyre in Clermont abhängiges Priorat.
1 ▲ Das Waifer-Lager
war benannt nach einer Episode aus dem 8. Jahrhundert während des Krieges zwischen Frankenkönig Pippin dem Jüngeren
und
Waifer (auch Waiofar), dem Herzog von Aquitanien.
Heiligenlexikon
als USB-Stick oder als DVD
Unterstützung für das Ökumenische Heiligenlexikon
Seite zum Ausdruck optimiert
Unser Reise-Blog:
Reisen zu den Orten, an denen die
Heiligen lebten und verehrt werden.
Empfehlung an Freunde senden
Artikel kommentieren / Fehler melden
Fragen? - unsere FAQs antworten!
Impressum - Datenschutzerklärung
Schauen Sie sich zufällige Biografien an:
Proculus
Gregentios von Omirits
Jovinus
Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 12.02.2026
Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von
J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• Acta Sanctorum zum Tage
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.