Ökumenisches Heiligenlexikon

Panacea de' Muzzi

auch: Panexia, Panassia
auch: von Quarona

1 Gedenktag katholisch: 27. März
im Bistum Novara: 5. Mai

Name bedeutet: die alles Heilende (griech.)

Märtyrerin
* 1368 in Ghemme bei Novara in Italien
1. (?) Mai 1383 in Quarona bei Novara in Italien


Panacea war, so die Überlieferung, die Tochter des Bauern Lorenzo de' Muzio und der Maria geb. Gambino. Ihre Mutter starb, als Panacea noch ein Säugling war. Nach der erneuten Heirat ihres Vaters und dem Umzug nach Quarona wurde sie von ihrer Schwiegermutter äußerst hart behandelt. Panacea musste schon als Kind Schafe hüten und beschwerliche Arbeiten verrichten, dennoch war sie dabei stets im Gebet versunken. Als eines Tages die Tiere ohne ihre Begleitung zum Stall liefen, weil Panacaea noch auf der Weide kniete und betete, wurde ihre Stiefmutter heftigst erzürnt. Sie eilte zur Weide auf dem Berg - an die Stelle der heutigen Kirche Beata Panacea al Monte - und stieß dem Mädchen eine Spindel so heftig und wiederholt an den Kopf, dass Panacea starb.

Weiter wird erzählt: Als die Stiefmutter sich ihrer Tat bewusst wurde, stürzte sie sich verzweifelt in eine nahegelegene Schlucht; ihr Leichnam wurde nie gefunden. Vom plötzlichen und anhaltenden Läuten der Glocken der dem Todesort nahen Kirche San Giovanni al Monte angelockt, eilten der Pfarrer und die Bewohner von Quarona zum Unglücksort, konnten Panaceas Leiche aber nicht bergen. Der Pfarrer informierte den Bischof von Novara, der Zeuge eines Wunders wurde und Panaceas Leichnam fand. Der Leichnam wurde ins Tal hinab getragen und auf einen von Ochsen gezogenen Wagen gelegt. Diese gingen selbständig, gefolgt vom Bischof, dem KlerusEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. und einer großen Menschenmenge, zum damaligen Friedhof nach Ghemme bei Novara und Panacea wurde dort am 1. Mai 1383 neben ihrer Mutter bestattet.

Giovanni de Campo: Der Zug zu Panaceas Begräbnis, Fresko, 1476, im Oratorium San Pantaleone in Boccioleto bei Vercelli
Giovanni de Campo: Der Zug zu Panaceas Begräbnis, Fresko, 1476, im Oratorium San Pantaleone in Boccioleto bei Vercelli

An Panaceas Grab geschahen viele Wunder. An der Stelle des Friedhofes von Ghemme wurde 1666 die Pfarrkirche erbaut, in ihr ruht Paneca in einem Glassarg; in der Kirche befindet sich in der Mitte des Kirchenschiffs auch das alte Grabmal. In Quarona wurde zu ihrer Ehre schon 1409 die Kirche Beata Panacea al Monte an ihrem Todesort und unten im Ort die Kirche della Beata Panacea al Piano erbaut, letztere birgt Reliquien von ihr. Panaceas Verehrung war ab Beginn des 15. Jahrhunderts in der Region weit verbreitet.

Kanonisation: Panaceas Verehrung wurde 1867 von Papst Pius IX. akzeptiert.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 31.12.2025

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• https://catholicsaints.info/blessed-panacea-demuzzi-of-quarona - abgerufen am 31.12.2025
• https://it.wikipedia.org/wiki/Panacea_De'_Muzzi - abgerufen am 31.12.2025

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.