Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
Lesen Sie vorher bitte unsere Erläuterungen auf der Seite Warum Werbung und wie sie funktioniert.


 


Ökumenisches Heiligenlexikon

Alban von England

auch: von Verulam
in Köln: Albinus

Gedenktag katholisch: 22. Juni
nicht gebotener Gedenktag in England und Wales: 20. Juni
Übertragung der Gebeine nach Köln: 16. April
Übertragung der Gebeine: 16. Mai, 2. August
Auffindung der Gebeine: 1. August

Gedenktag anglikanisch: 22. Juni, 23. August

Name bedeutet: der Weiße (latein.)
oder:
aus der alten Hauptstadt der Latiner, Alba Longa in Mittelitalien, stammend (latein.)

erster Märtyrer Englands
* in Verulamium, heute St-Albans in England
† 304 (?) daselbst


Alban war der erste englische Märtyrer. Er diente der Überlieferung nach in der römischen Armee in seiner Heimat. Während der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian wurde er demnach zum Christentum bekehrt und getauft von einem Priester namens Amphibalus, der sich auf der Flucht befand und bei ihm Obdach gesucht hatte. Als die kaiserlichen Soldaten sein Haus durchsuchten, zog Alban die Kleider des Priesters an, um sich an dessen Statt auszuliefern. Er wurde festgenommen, vor ein Militärgericht gebracht und ausgepeitscht. Auf dem Weg zur Hinrichtung brachte er die Wasser des Flusses zum Stehen, so dass sie trockenen Fußes hindurchgehen konnten, danach lenkte er Wasserströme auf den Gipfel des Berges, wo er enthauptet wurde. Der Henker, gelegentlich Heraclius genannt, wurde bekehrt, sein Ersatzmann erblindete. Nach der Enthauptung trug Alban seinen Kopf an die Stelle, an der er bestattet sein wollte.

Auch Amphibalus und Heraclius starben dann der Überlieferung zufolge als Märtyrer ebenso wie über 2000 weitere Märtyrer.

Schon Germanus von Auxerre lernte 428/429 die Verehrung von Alban kennen und brachte den Kult mit nach Hause. Gildas der Weise beschreibt Albans Martyrium für die Zeit der Diokletianischen Verfolgungen. Beda „Venerabilis” gab erstmals die Legende wieder. König Offa von Mercien gründete 793 an der überlieferten Stätte des Martyriums von Alban die Abtei St Albans. Geoffrey von Monmouth überlieferte in seiner Geschichte Britanniens Mitte des 12. Jahrhunderts den Legendeninhalt über den Priester Amphibalus und legte damit den Grundstein für die Ausgestaltung der Legende durch Matthaeus Parisiensis Mitte des 13. Jahrhunderts. Das Motiv vom Tragen des Kopfes an die Stelle der Bestattung kam später hinzu, ähnlich wie auch bei Alban von Mainz. Reliquien von Alban wurden der Überlieferung nach von Kaiserin Theophanu vor 991 aus Rom nach Köln gebracht; tatsächlich sind es die des Albin von Rom; sie befinden sich nun im Albinus-Schrein 1 in der Kirche St. Pantaleon.

1 Erzbischof Willigis von Mainz wünschte die Namensänderung in Albinus zur Unterscheidung von Alban von Mainz.

Catholic Encyclopedia

  Informationen über die St-Albans-Kathedrale und ihre Geschichte





DVD Heiligenlexikon als DVD oder USB-Stick als USB-Stick


Seite zum Ausdruck optimiert

Empfehlung an Freunde senden

Artikel kommentieren/Fehler melden

Suchen bei amazon: Bücher über Alban von England

Wikipedia: Artikel über Alban von England

Fragen? - unsere FAQs antworten!

Im Heiligenlexikon suchen

Impressum

Schauen Sie sich zufällige Biografien an:
Petrus von Roskilde
Jakob Sales
Damian von Garedscha


        Für Ihren Datenschutz: mit 2 Klicks empfehlen!

Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 06.12.2016

Quellen:
• Erhard Gorys: Lexikon der Heiligen. dtv, München, 1997
• Erna und Hans Melchers: Das große Buch der Heiligen, bearb. von Carlo Melchers. Südwest München, 1982
• http://www.newadvent.org/cathen/01252b.htm
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990
• Seija Seidemann aus Köln, E-Mail vom 14. Oktober 2012
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.