Petrus Patricius
auch: von Evandros
Gedenktag katholisch: 1. Juli
Gedenktag orthodox: 1. Juli
Name bedeutet: der Fels (latein.)
Petrus war ausweislich seines Beinamens von vornehmer Herkunft, sein Vater Konstantin war General der Armee. Beim Feldzug von Kaiser Nikephoros I. gegen die Bulgaren 811 wirkte er als General der Armee mit und geriet in Gefangenschaft; der Kaiser wurde getötet. Petrus rief in Gefangenschaft Johannes um Fürbitte an und wurde wunderbar befreit. Er entsagte dem Soldatendienst und zog sich als Einsiedler zurück an den bithynischen Olymp - den heutigen Uludağ -, wo er ein Schüler von Joannikios „dem Großen” wurde.
In Konstantinopel hatte mit der Regierungsübernahme durch Leo V. 813 die Verfolgung der Verehrer der Ikonen wieder begonnen, Kaiser Theophilos verbot die Bilderverehrung 832 kategorisch und bestrafte Widerspenstige grausam. Deshalb wagte Petrus erst um 847 in hohem Alter die Rückkehr in die Hauptstadt, wo er sich nahe des Goldenen Horns eine Hütte erbaute, in der er als Rekluse lebte; daraus entstand das damalige Kloster Evandros - es stand im Gelände des heutigen Miniatürk-Parks.
Gleich nach seinem Tod wurde Petrus als Heiliger verehrt.
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 01.08.2026
Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von
J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• Raymond Janin: La Géographie ecclésiastique de l'Empire byzantin I: Le Siège de Constantinople et le Patriarcat
œcuménique, Band 3: Les Églises et les Monastères, 2. Aufl. Institut Études Byzantines, Paris 1969, S. 120
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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