Ökumenisches Heiligenlexikon

Sixtus von Reims

auch: Xystus
französischer Name: Sixte

1 Gedenktag katholisch: 1. September

1 Gedenktag armenisch: 1. September

Name bedeutet: der Sechste (latein.)

erster Bischof von Reims, Märtyrer (?)
* in Rom (?)
67 in Reims in Frankreich


Sixtus war der legendarischen Überlieferung zufolge ein Schüler von Petrus, der ihn demnach zum ersten Bischof von Reims ernannte und 57 dorthin aussandte. Sixtus starb dann in der Christenverfolgung unter => Kaiser Nero.

Tatsächlich war Sixtus um 260 der erste Bischof von Reims; die erste Kirche dort war die Kirche Saints-Apôtres an der Stelle des späteren Klosters Saint-Symphorien und der heutigen Freifläche Stadion Saint-Symphorien inmitten der Stadt. Sixtus war zugleich Bischof von Soissons.

Sixtus' Nachfolger als zweiter Bischof von Reims wurde um 280 Sinnicius - auch: Sinnitus, Sinnitius, französisch: Sinice -, der der Legende nach ebenfalls Schüler von Petrus war und mit Sixtus nach Reims ausgesandt worden war.

„katholischen Instituts von Paris” an der Stelle des ehemaligen Klosters Saint-Sixte in Reims
katholischen Instituts von Paris an der Stelle des ehemaligen Klosters Saint-Sixte in Reims

Sixtus und Sinnicius wurden in der ehemaligen, nach ihnen benannten Kirche Saint-Sixte et Saint-Sinice in Reims bestattet. An dieser Kirche wurde später das Kloster Saint-Sixte errichtet, heute steht an dieser Stelle der Komplex des katholischen Instituts von Paris. Die Gebeine von Sixtus wurden 920 in die Kirche Saint-Remi übertragen und standen dort bis zur Französischen Revolution in Verehrung, seitdem sind sie nicht mehr vorhanden. Bischof Ansgar von Hamburg brachte Reliquien in seinen Mariendom nach Hamburg. 845 brachte er sich und diese Reliquien vor den Dänen in Sicherheit nach Ramelsloh - dem heutigen Ortsteil von Seevetal - bei Hamburg und gründete dort die Kirche, zudem weihte er ihnen die von ihm gegründete Kirche in Wangerland bei Jever.

Der Hamburger Mariendom wurde 1805 abgerissen, sein Standort ist heute ein Park mit Markierungen seiner ehemaligen Säulen.



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 06.04.2026

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 5. Band: Q-Z. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1882
• https://de.wikipedia.org/wiki/Sixtus_(Bischof) - abgerufen am 31.08.2022

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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