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Ökumenisches Heiligenlexikon

Amor von Amorbach

Gedenktag katholisch: 17. August

Name: nach dem Liebesgott Amor (latein.)

Glaubensbote im Odenwald, Klostergründer, Abt in Amorbach
* in Irland oder Schottland oder in Aquitanien in Frankreich
† um 777 in Amorbach im Odenwald in Bayern (?)


Amor, Iroschotte oder von romanischer Herkunft, war zusammen mit Pirmin von der Reichenau am Oberrhein und im Elsass als Missionar unterwegs und gründete, von Gaugraf Ruthard ins Land geholt, um 734 das Benediktinerkloster Amorbach im Odenwald, von dem aus der Odenwald christianisiert wurde. Pirmin soll mit dem Quellwasser des Amorsbrunnen, einer heilkräftigen Quelle in der Nähe, die ersten Taufen der Gegend vollzogen haben; Amor wurde Abt seines Klosters. Etwa 30 Jahre danach entstand die Schwesterabtei in Lorsch.

Spätestens im 12. Jahrhundert wurde über der Quelle ein romanisches Kirchlein, dessen Reste noch im heutigen Bauwerk stecken, errichtet. In den Neubau aus dem 15./16 Jahrhundert wurde die Quelle integriert, Amors Reliquien wurden aus Munsterbilzen bei Maastricht hierher überführt. Dem Amorsbrunner Wasser wurden Wunderheilungen nachgesagt, es galt als Heilwasser besonders gegen Kinderlosigkeit und Augenkrankheiten.

Catholic Encyclopedia




Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 10.11.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Erhard Gorys: Lexikon der Heiligen. dtv, München 1997
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• http://www.amorbach.de/kultur/kultur/sehnsw/amors.htm
• http://www.untermain.de/zugast/www2004/sehenswertes.asp?bauwerke=1
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XV, Herzberg 1999