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Anastasius-Altar in der Kathedrale Sv. Duje in Split
Anastatius entstammte einer vornehmen Familie. Er wurde Christ und nahm sich Paulus'
Ratschlag aus dem 1. Thessalonicherbrief (4, 11), mit den eigenen Händen zu arbeiten
, zu
Herzen; deshalb ging er nach Salona - dem heutige Solin
- und versah das Handwerk eines Tuchwalkers *. Als er sich offen zum
Christentum bekannte und ein Kreuz an seinem Geschäft anbrachte, wurde er gefangen genommen
und mit einem Sterin um seinen Hals ertränkt.
Glaubensgenossen bargen Anastatius' Leichnam und bestatten ihn. Über seinem Grab wurde eine Kirche errichtet. Als 614 die Stadt durch die Awaren zerstört wurde und die Bewohner auf die Inseln und nach Spalato - dem heutigen Split - flohen, wurden seine Reliquien auch in diese Stadt gebracht. In der dortigen Kathedrale befindet sich der 1448 von Juraj Dalmatinac geschaffene Altar des Heiligen.
Patron
von Split
* Da die Römer noch keine Seife kannten, benutzten sie tierischen und
menschlichen Urin als Reinigungsstoff, da dessen Ammoniakgehalt selbst den speckigsten Schmutz
beseitigt. In größeren Orten befanden sich teils unterirdisch angelegte, teils am Wegesrand
verlaufende Kloakensammelstellen, an denen riesige Amphoren als Sammelbecken standen. In größeren
Städten wurde die Sammlung, Verteilung und Entsorgung durch verpachtete Harnwerke
von den
Magistraten organisiert. Diese florierende Latrinenindustrie
betrieben die Tuchwalker
.
Dies nutzte Kaiser Vespasian (9 - 79) aus und belegte dieses Gewerbe mit einer Harnsteuer
.
Er rechtfertigte seine Entscheidung mit den überlieferten Worten: pecunia non olet
, Geld stinkt
nicht
.
In speziellen Waschzubern wurde die abgegebene wollene Oberbekleidung in dem eingesammelten
Urin eingeweicht, anschließend mit den nackten Füßen der Tuchwalker durchgewalkt und geschmeidig
gestrampelt. Eine anschließende Spülung mit klarem Wasser, meist aus einem nahe gelegenen Bach
oder einem Aquädukt, schloss den Reinigungsprozess ab. Diese Art der Wäschereinigung war mancherorts
noch bis ins 19. Jahrhundert üblich aber nach der Erfindung des Waschbretts und der Seife geriet
diese Methode in Vergessenheit.
Aus: Wikipedia
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
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