Ökumenisches Heiligenlexikon

Berthold von Kalabrien (von Limoges)

Gedenktag katholisch: 29. März
Name bedeutet: der glanzvoll Waltende (althochdt.)
Einsiedler, Ordensgründer
* in Salignac bei Bordeaux in Frankreich
† um 1195 auf dem Berg Karmel in Israel
Kartenskizze Kartenskizze

Berthold ließ sich um 1155 - wenige Jahre nach der Niederlage der Kreuzzugheere beim 2. Kreuzzug - auf dem Berg Karmel als Einsiedler niedergelassen - dort, wo der Prophet Elia den Wettstreit gegen die Baals-Priester für den Gott Israels entschieden hatte (1. Könige 18). Sein und seiner Gefährten Anliegen war ein Leben im Sinne Elias.

Nach Bertholds Tod nahm diese Gemeinschaft 1214 Regeln an, die der Patriarch Albert von Jerusalem für sie ausgearbeitet hatte und die Papst Honorius III. 1226 bestätigte. Nach der Vertreibung durch die Sarazenen 1238 nahm der so entstandene Orden der Brüder Unserer Lieben Frauen vom Berg Karmel, der Karmeliterorden, im Abendland großen Aufschwung. Der Beiname von Kalabrien wurde Berthold im Orient wie allen abendländischen Einwanderern verliehen.

Bauernregel: Wie St. Berthold gesonnen, / so der Frühling wird kommen.

Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Erhard Gorys: Lexikon der Heiligen. dtv, München 1997
• http://www.bauernregeln.net/maerz.html



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