Ökumenisches Heiligenlexikon

Gamelbertus von Michaelsbuch

Gedenktag katholisch: 17. Januar

Name bedeutet: der durch Frohsinn Glänzende (althochdt.)

Priester
* Anfang des 8. Jahrhunderts im heutigen Michaelsbuch bei Deggendorf in Bayern
† Ende des 8. Jahrhunderts

Kartenskizze

Gamelbertus' Vater wollte den jungen Adligen für den Kriegsdienst erziehen lassen. Aber Gamelbertus entschloss sich, als Hirte auf dem väterlichen Gut zu dienen, wurde Priester und betreute nach dem Tode des Vaters als Pfarrer 50 Jahre lang die ihm als Erbe zufallende Kirche von Buch - der Ort wird heute nach ihm Michaelsbuch genannt. Noch in hohem Alter unternahm er eine Wallfahrt nach Rom. Der Überlieferung nach gründete er nach seiner Rückkehr im nahen Metten ein Benediktinerkloster, dessen Leitung er seinem Patensohn Utto anvertraute.

Kanonisation: Der Kult für Gamelbertus wurde erst 1909 durch Papst Pius X. öffentlich gestattet.





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. XVI, Herzberg 1999