Gedenktag evangelisch: 16. Januar |
Name bedeutet: G: der Landmann (griech.)
B: der wie eine Burg Starke (althochdt.) |
Superintendent, Reformator
* 17. Januar 1484 in Spalt
bei Nürnberg in Bayern
† 16. Januar 1545 in Altenburg
in Thüringen |
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Georg Spalatin 
Georg Burkhardt, der sich nach seinem Geburtsort Spalt
Spalatin nannte, wurde 1508 zum Priester geweiht, war dann als Erzieher des
Prinzen Johann Friedrich
am sächsischen Hof in Torgau
tätig und wurde 1516 Hofprediger, Beichtvater und Geheimsekretär von Friedrich
dem Weisen. Schon früh war er auch ein enger Vertrauter von Martin
Luther, über 400 Briefe an Spalatin sind erhalten. Der Humanist Spalatin
konnte zwischen dem Kurfürsten und Luther vermitteln. Bei der Begegnung Luthers
mit dem päpstlichen Gesandten Kardinal Cajetan am Rande des Reichstages in
Augsburg
1518 hatte Luther es Spalatin zu verdanken, dass er ungeschoren nach Wittenberg
zurückkehren konnte. Spalatins Fürsprache ist die wohlwollende Haltung des
katholischen Kurfürsten Friedrich gegenüber Luther zu verdanken, Spalatins
Anteil am Gelingen der Reformation war deshalb mitentscheidend. 1521
veranlasste Spalatin Luthers Entführung auf die Wartburg
bei Eisenach, er hielt die Verbindung zu ihm aufrecht und schickte ihm seine
eigene Bibel, anhand derer Luther das Neue Testament übersetzte.
Die unterschiedlichen Forderungen und Wünsche, die Landesherr, Freund Luther
und die katholische Kirche an Spalatin stellten, führten mehrfach zu tiefen
Depressionen, aus denen Luther
ihn befreien konnte. 1525 wurde Spalatin Pfarrer, 1528 erster Superintendent in
Altenburg.
Als Johann Friedrich,
den Spalatin erzogen hatte, 1532 Kurfürst wurde, zog auch er Spalatin oft als
Berater heran. Spalatin förderte auch durch Übersetzungen und eigene Bücher die
Reformation.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
Quellen:
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