Ökumenisches Heiligenlexikon

Guntmar (Gummar) von Nivesdonck

Gedenktag katholisch: 11. Oktober
Name bedeutet: der im Krieg Berühmte (althochdt.)
Einsiedler
* um 710 in Emblem in Belgien
† um 775 in Nivesdonck, heute Lier in Belgien
Kartenskizze

Guntmar war Hofbeamter bei Frankenkönig Pippin dem Kurzen. Die Überlieferung berichtet von seiner bösartigen Ehefrau, die die Dienstboten im Haus misshandelte. Von einer Reise zurückkehrend, musste Guntmar wieder einmal vom Treiben seiner Frau erfahren, bat um Verzeihung, trennte sich von der Unguten und lebte hinfort als Einsiedler in Nivesdonck - dem heutigen Lier. Erzählt wird, wie er eines Tages einen Baum fällte und ihn der Besitzer anzeigen wollte; Guntmar betete die ganze Nacht, am nächsten Morgen stand der Baum wieder an seinem Platz. Gemeinsam mit Rumold von Mechelen gründete er das Kloster in Lier.

Im 13. Jahrhundert wurde an der Stelle des Baumwunders die Sint-Gummaruskapel gebaut.

Patron von Antwerpen und Lier; der Handschuhmacher, Drechsler, Tischler, Holzhauer; gegen Bruchleiden und bösartige Ehefrauen





Quellen:
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• http://utopia.ision.nl/users/ikedl/chant/ike/saints/Gummarus_st.htm


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