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Johannes Natter, Sohn des Gerichtschreibers beim Landgericht, besuchte das Gymnasium und
das Priesterseminar in Brixen
und wurde dort im Dom 1879 zum Priester geweiht. Nach elf Jahren als KooperatorEin Kooperator ist der geweihte Mitarbeiter eines Pfarrers, der keine Alleinverantwortung für eine Pfarrei trägt. Im nördlichen deutschen Sprachraum wird dieser als Kaplan
bezeichnet, die offizielle Bezeichnung des kanonischen Kirchenrechts für diese Funktion ist Vikar
.
an verschiedenen Orten in Tirol
wurde er 1891 Pfarrer von Scharnitz,
wo er seinen Kooperatoren und anderen Mitbrüdern ein hervorragendes
Beispiel priesterlicher Seelsorgearbeit gab. Unter seinem Wahlspruch Arbeiten, leiden,
lieben!
, nahm er sich vor allem auch der Anstalt Zum göttlichen Kinderfreund
der
Benediktinerinnen an, während des Ersten
Weltkriegs nahm er Waisen und Flüchtlingskinder auf. Selbst ein eifriger Teilnehmer an Exerzitien,
war er für seine Scharnitzer ein eifriger Beter, ein eindringlicher Prediger und guter Hirte,
vor allem auch für die Kranken und Sterbenden. Ein besonderes Anliegen war ihm das
Kommuniondekret von Papst Pius X., am
Herzen lag ihm auch die Verehrung des heiligsten
Herzens Jesu.
Das Benediktinum
und die Kirche in Scharnitz ![]()
Man nennt Johannes Natter den Vianney von
Tirol
.
Eine Reihe Gebetserhörungen werden berichtet.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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