Ökumenisches Heiligenlexikon

Sabina von Rom

Gedenktag katholisch: 29. August
     bedacht im Ambrosianischen Hochgebet I
Name bedeutet: aus dem Stamm der Sabiner stammend (latein.)
Märtyrerin
† im August 120 (oder 126?) in Rom

Sabina war der Legende nach eine vornehme Römerin, die von ihrer Sklavin Seraphina zum Christentum bekehrt wurde, an den Gottesdiensten in den Katakomben von Rom teilnahm und dort getauft wurde. Nach der Festnahme und dem Märtyrertod von Seraphina wurde auch sie verhaftet und enthauptet.

Sabinas legendarische Leidensgeschichte entstand im 6. Jahrhundert. Unter Papst Cölestin I. wurde die ihr geweihte Kirche S. Sabina auf dem Aventin in Rom gebaut. 499 wird diese Basilika in Dokumenten einer römischen SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. erwähnt, woraus zu schließen ist, dass Sabina mit ihrem Vermögen zum Bau der Kirche beigetragen hatte. Ihre Verehrung begann im 6. Jahrhundert.

Patronin von Rom; der Hausfrauen und Kinder; gegen Regen und Blutfluss

Catholic Encyclopedia

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Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 8. Herder, Freiburg im Breisgau 1999


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