Gedenktag katholisch: 2. November |
Name bedeutet: Mann des Kampfes (althochdt.) |
Prior, (Bischof), Mystiker
* um 1185 in Sachsen
† 2. November 1270 in Neuruppin
in Brandenburg |
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Sandsteinstatue, 14. Jahrhundert, in der Klosterkirche in Neuruppin

Wichmann aus der Familie der Grafen von Arnstein, wahrscheinlich verwandt mit
Mechthild von Helfta,
wurde Prämonstratenser im Stift in
Magdeburg
und 1210 dessen Propst. 1221 wurde er zum Bischof von Brandenburg gewählt; der
Papst versagte jedoch die Bestätigung. 1224 unterstütze er den Dominikanerorden
bei der Gründung der Niederlassung in Magdeburg und trat 1230 selbst zu diesem
Orden über. 1246 stiftete er zusammen mit seinem Bruder Gebhard das
Dominikanerkloster in Neuruppin
und wurde dessen Prior.
Wichmann war mystisch begabt; 6 Briefe sind erhalten, 5 davon an Frauen
gerichtet; Empfängerinnen waren die Zisterzienserinnen
im Kloster Zimmern
bei Augsburg; auch Mechthild
von Helfta hat wohl unter seinem Einfluss gestanden, ebenso die
Zisterzienserinnen in Helfta.
Auch nach seinem Tod wurden Wichmann viele Wundertaten zugeschrieben.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon
des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000