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Ökumenisches Heiligenlexikon

Hussiten


Hussiten waren die Anhänger von Johannes Hus, auch und gerade nach dessen Tod auf dem Scheiterhaufen. Wie er wollten sie die Lehre der Kirche strikt auf die biblischen Grundlagen zurückführen; wichtigstes Anliegen für das Gemeindeleben war der Empfang des Abendmahls in beiderlei Gestalt, also auch des Kelches, das freie Recht zur Predigt und das Ende des Pfründenwesens der Geistlichen. Diese Forderungen verbanden sich mit sozialen Anliegen und dem nationalen tschechischen Wunsch nach Befreiung von der deutschen Oberherrschaft. Kaiser Sigismund lehnte die Forderungen der Hussiten ab, 1420 begannen die Hussitenkriege: die militärisch überlegenen Hussiten schlugen die Heere von Kaiser und Papst, Böhmen und die Nachbarländer Österreich, Ungarn, Bayern, Sachsen und Schlesien wurden verwüstet.

Die Hussitenkriege

Die Hussitenkriege

Nach Verhandlungen beim Konzil von Basel wurde den Hussiten 1433 der Laienkelch zugestanden; ein weiter kämpfender Teil der Hussiten wurde 1434 besiegt, König Sigismund wurde nun als König über Böhmen akzeptiert. Im 16. Jahrhundert schlossen sich viele Hussiten der Reformation Martin Luthers an, eine Minderheit kam 1594 wieder zur katholischen Kirche, einige Nachfahren des radikaleren Flügels bildeten die Böhmische Brüderkirche.



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 00.00.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel

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