Ökumenisches Heiligenlexikon

Alois Scholze

1 Gedenktag katholisch: 1. September

Name bedeutet: der ganz Weise (latein. Form von Alwis, althochdt.)

Priester, Märtyrer
* 4. September 1893 in Dresden in Sachsen
1. September 1942 in Dachau in Bayern


Alois Scholze
Alois Scholze

Alois, Sohn des Buchhändlers Paul Scholze und seiner Frau Hedwig geborene Schiller, studierte Theologie in Breslau / Wrocław. Nach dem Kriegsdienst in Frankreich und dem Ende seines Studiums wurde er 1921 zum Priester geweiht und KaplanEin Kaplan (von lateinisch capellanus, „der einer Hofkapelle zugeordnete Kleriker”) ist im deutschen Sprachraum ein römisch-katholischer Priester in den ersten Jahren nach seiner Weihe, der in der Regel noch einem erfahrenen Pfarrer unterstellt ist. In manchen Bistümern wird er Vikar genannt - dies ist die Bezeichnung des kanonischen Kirchenrechts von 1983 - in anderen Kooperator. an der damaligen Kirche St. Elisabeth in Gera - sie wurde inzwischen abgerissen, 2003 wurde gegenüber die neue Kirche St. Elisabeth errichtet. Scholze wurde dann Kaplan an der Liebfrauenkirche im Stadtteil Lindenau in Leipzig.

Ab 1931 war Alois Scholze Pfarrer an der Kirche Mariä Himmelfahrt in Leutersdorf in der Oberlausitz. Aufgrund seiner kritischen Haltung zum nationalsozialistischen Unrechtssystem und weil er 1933 einem NS-Verfolgten Fluchthilfe über die nahe Grenze zu Tschechien geleistet hatte, wurde er 1941 verhaftet und ins KZ Dachau eingeliefert, wo er nach gut einem Jahr vollkommen entkräftet starb.

Die seinem Bruder übersandte Asche von Alois Scholze wurde im Priestergrab auf dem Alten Katholischen Friedhof in Dresden beigesetzt. 2011 wurden die Urnen mit der Asche von Alois Scholze, Alois Andritzki und Bernhard Wensch in die Märtyrer-Kapelle der Dresdener Hofkirche übertragen. Die Straße an der Kirche Mariä Himmelfahrt in Leutersdorf trägt heute Alois Scholzes Namen.

Die 1965 eröffnete Gedenkstätte Konzentrationslager Dachau ist täglich von 9 Uhr bis 17 Uhr zur Besichtigung geöffnet, der Eintritt ist frei. (2020)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 18.10.2023

Quellen:
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz † (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XVII, Herzberg 2000
• Helmut Moll (Hg.): Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts. Bd. 1, Ferdinand Schöningh, Paderborn 1999

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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