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Ökumenisches Heiligenlexikon

Bernhard Wensch

Gedenktag katholisch: 15. August

Name bedeutet: der Bärenstarke (althochdt.)

Priester
* 7. Juli 1908 in Deutsch-Wilmersdorf, heute Berlin-Wilmersdorf
15. August 1942 in Dachau in Bayern


Das 1911 erbaute und 2013 wieder an seinen Ursprungsort zurück velegte Studienhaus Canisianum in Innsbruck
Das 1911 erbaute und 2013 wieder an seinen Ursprungsort zurück velegte Studienhaus Canisianum in Innsbruck

Bernhard Wensch war das dritte Kind des evangelisch-lutherischen Kaufmanns Paul Wensch und dessen katholischer Ehefrau Helene geb. Rittler, er hatte einen Bruder und eine Schwester. Nach der Übersiedlung der Familie nach Dresden besuchte er dort das König-Georg-Gymnasium, legte 1927 das Abitur ab und entschied sich, Priester zu werden. Er studierte am von den Jesuiten betriebenen Canisianum in Innsbruck und promovierte zum Doktor der Philosophie. 1934 trat er ins Priesterseminar des Bistums Meißen in Schmochtitz bei Bautzen ein, wo er enge Freundschaft mit seinem späteren Leidensgenossen Alois Andritzki schloss. Wensch wurde noch im selben Jahr in Bautzen zum Priester geweiht und war dann KaplanEin Kaplan (von lateinisch capellanus, „der einer Hofkapelle zugeordnete Kleriker”) ist im deutschen Sprachraum ein römisch-katholischer Priester in den ersten Jahren nach seiner Weihe, der in der Regel noch einem erfahrenen Pfarrer unterstellt ist. In manchen Bistümern wird er Vikar genannt - dies ist die Bezeichnung des kanonischen Kirchenrechts von 1983 - in anderen Kooperator. in Kamenz. 1937 wurde er Jugendseelsorger im Bistum Meißen mit Sitz in Dresden, hielt Einkehrtage und spornte die Jugendlichen an, standhaft zu bleiben.

Im letzten seiner Rundbriefe schrieb Bernhard Wensch:
Sorgen wir, daß wir nicht taub werden! Wenn uns auch die Ohren gellen vom Lärm des Tages mit seinen Sensationen und Schlagern, mit seinen Albernheiten und Schlüpfrigkeiten. Wenn der Herr käme, nicht im Brausen des Sturmes, sondern im Säuseln des Windes! Wenn er uns riefe, nicht in den Kampf, sondern in die Stille! Wenn uns niemand ein Wort in seinem Namen sagen könnte als nur die Stimme des Gewissens in uns! Sorgen wir, daß wir nicht müde werden! Wenn alles Streiten für Christus in uns, alles Werben für ihn um uns erfolglos scheinen mag, wenn wir allein stehen, wenn es in uns oder um uns Nacht werden will. Gerade dann: Sorgen wir, daß der Herr uns wachend findet! Daß unser junges Leben ein Echo sei des Engelsrufes, des Gottesrufes: ,Wer ist wie Gott!’

Im Mai 1941 wurde Bernhard Wensch verhaftet und von der Geheimen Staatspolizei ins Polizeigefängnis in Dresden gesteckt, kam dann ins Konzentrationslager nach Oranienburg und im November ins Konzentrationslager nach Dachau. Dort wurde auch er von Hungertyphus und Ruhr ergriffen und starb daran nach drei Tagen im Krankenrevier.

Die Asche von Bernhard Wensch wurde seiner Mutter übersandt und dann in der Priestergruft des alten Katholischen Friedhofs in Dresden am 23. September 1942 bestattet. In Dresden ist eine Straße nach ihm benannt. 2011 wurden die Urnen mit der Asche von Bernhard Wensch, Alois Andritzki und Alois Scholze in die Märtyrer-Kapelle der Dresdner Hofkirche überführt.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 03.08.2018

Quellen:
• http://www.bistum-dresden-meissen.de/aktuelles/archiv-2011/biographien-von-alojs-andritzki-aloys-scholze-bernhard-wensch.html

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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