Ökumenisches Heiligenlexikon

Bertha von Blangy

1 Gedenktag katholisch: 4. Juli

Name bedeutet: die Glänzende (althochdt.)

Äbtissin in Blangy
* 644 in Thérouanne (?) in Frankreich
723 in Blangy, heute Blangy-sur-Ternoise bei Arras in Frankreich


Statue, 2006, an der Pfarrkirche in Blangy-sur-Ternoise
Statue, 2006, an der Pfarrkirche in Blangy-sur-Ternoise

Bertha, Tochter des Grafen Rigobert gründete nach dem Tod ihres Mannes, des Grafen Siegfried, um 686 in ihrem Schloss das Kloster in Blangy. Dort lebte sie dann mit ihren Töchtern Deotila und Gertrude, war wohl zunächst Äbtissin und dann Reklusin.

Berthas Gebeine wurden 895 ins Kloster nach Erstein im Elsass überführt und kamen im 11. Jahrhundert in ihr Kloster nach Blangy zurück, das 1032 von Benediktinerinnen übernommen wurde. Das Kloster wurde in der Französischen Revolution 1791 aufgelöst, dann wurden die Gebäude verkauft und verschiednen Nutzungen zugeführt. Seit 1959 beherbergen sie wieder eine spirituelle Gemeinschaft, dsa Säkularinstitut Notre Dame de Vie. Heute werden die Reliquien von Bertha in der Pfarrkirche in Blangy-sur-Ternoise bewahrt und noch immer bei einer Prozession am Gedenktag durch die Straßen getragen.

Catholic Encyclopedia



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 08.06.2026

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 2. Herder, Freiburg im Breisgau 1994
• Infotafeln an der Pfarrkirche in Blangy-sur-Ternoise

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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