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Ökumenisches Heiligenlexikon

Emilie de Vialar

französischer Name: Émilie

Gedenktag katholisch: 24. August
in ihrem Orden St. Joseph von der Erscheinung: 17. Juni nicht gebotener Gedenktag in Nordafrika: 23. August

Name bedeutet: die Eifrige (latein.)

Ordensgründerin, Mystikerin
* 12. September 1797 in Gaillac bei Albi in Frankreich
† 24. August 1856 in Marseille in Frankreich


Haus der Josephsschwestern</a> in Gaillac
Haus der Josephsschwestern in Gaillac

Emilie, geboren zur Zeit der Französischen Revolution, wurde von der Mutter fromm erzogen; als Emilie 12 Jahre alt war, wurde sie ins Pensionat der Zisterzienserinnen in der Abbaye-aux-Bois in Paris - wo ihre Tante und ihr Onkel wohnten - gegeben. Drei Jahre später kehrte sie nach Hause zurück, weil ihre Mutter gestorben war, führte den Haushalt und erzog ihren jüngeren Bruder. Weil sie eine Heirat ablehnte, gab es heftige Konflikte mit ihrer Familie; zunehmend wandte sie sich einem religösen Leben zu. 1833 kaufte sie ein Haus in ihrer Heimatstadt zum gemeinsamen Leben mit anderen caritativ eingestellten jungen Mädchen. 1835 wurde die Gemeinschaft der Sœurs de St-Joseph de l'Apparition, der Schwestern des hl. Joseph von der Erscheinung durch den Bischof von Albi anerkannt; der Name erinnert an die Erscheinung des Engels, der Joseph eröffnete, dass Maria vom heiligen Geist schwanger sei (Matthäusevangelium 1, 18 - 21). Aufgabe der Schwestern war die Krankenpflege und Fürsorge für Arme.

Debbie Caruana Dingli: Briefmarke aus Malta, 1997
Debbie Caruana Dingli: Briefmarke aus Malta, 1997

Emilie begab sich mit drei Gefährtinnen 1835 nach Algier in Algerien, wo die Cholera wütete, und pflegte die Kranken. Die Gruppe bekam Zuwachs, nicht wenige Muslime bekehrten sich; aber es gab ab 1839 auch Konflikte: der Bischof von Algier untersagte die weitere Tätigkeit in Algerien, weil er nicht als Ordensoberer anerkannt wurde. Die Schwestern mussten - obwohl in dieser Zeit Niederlassungen in Tunis, in Rom, auf Malta und auf Zypern gegründet werden konnten, 1842 zurückkehren, Emilie verlegte das Mutterhaus nach nach Gaillac, 1847 nach Toulouse, schließlich 1852 nach Marseille, wo Eugen von Mazenod die Schwestern gerne empfing. Die Gemeinschaft breitete sich weiter aus im Libanen, in Syrien und in Australien.

Emilie starb im Mutterhaus in Marseille.

Heute gibt es 159 Niederlassungen in 27 Ländern in Westeuropa, auf dem Balkan, in Nordafrika, im Nahen Osten, in Indien und Australien.

Kanonisation: Am 17. Juni 1939 wurde Emilie von Papst Pius XII. selig- und am 24. Juni 1951 vom selben Papst heiliggesprochen.

Ein kleines Museum über Emilie und ihren Orden ist in Emilies Geburtshaus in der Rue des Frères Delga in Gaillac untergebracht (2014)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 03.09.2015

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Johannes Madey. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XVII, Herzberg 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 3. Herder, Freiburg im Breisgau 1995

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.